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Bockbierfest in Neuburg

25.02.2018

„Derbleckt“ für den guten Zweck

Mit viel Applaus wurden Kerstin und Sepp Egerer im Neuwirt empfangen, die an diesem Abend die Gäste zum mittlerweile fünften Mal als Geschwister Vroni und Franz unterhalten sollten.
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Mit viel Applaus wurden Kerstin und Sepp Egerer im Neuwirt empfangen, die an diesem Abend die Gäste zum mittlerweile fünften Mal als Geschwister Vroni und Franz unterhalten sollten.
Bild: Foto: Silke Federsel

 Zum fünften Mal unterhielten Kerstin und Sepp Egerer ihre Gäste im Neuwirt. Die Spenden, die an diesem Abend zusammenkamen, gingen an die Stiftung „Für Neuburger“

Der Saal war beim 14. Bockbierfest im Neuwirt wie immer gut gefüllt, die Stimmung ausgelassen und als die Sehensander Musikanten den Bayerischen Defiliermarsch spielten, griff Wirt Karl Deiml kurzerhand selbst zum Dirigentenstab. Und dann öffnete sich schon die Türe und mit viel Applaus wurden Kerstin und Sepp Egerer empfangen, die an diesem Abend die Gäste zum mittlerweile fünften Mal als Geschwister Vroni und Franz unterhalten sollten. Die begrüßten alle anwesenden und auch nicht anwesenden Prominenten und klärten gleich zu Anbeginn, dass der ein oder andere nach guter Tradition der Starkbierfeste „derbleckt“ wird. „Ihr könnt euch jetzt noch entscheiden, ob ihr gehen wollt“, meinte „Franz“ augenzwinkernd.

Doch von diesem „Recht“ machte freilich niemand Gebrauch. Dennoch: Sollte den Damen im Saal der ein oder andere Witz zu viel werden, so hatten sie immer noch die Möglichkeit, eine rote Karte mit der Aufschrift „Metoo“ hochzuhalten. Als die Vroni dann tatsächlich das Kärtchen zückte, wiegelte der Franz ab. „Ich sag doch nicht, dass du blöd bist, weil du eine Frau bist, sondern weil es so ist“.

Flott wurden die ersten Lieder angestimmt, wobei Vroni immer wieder zum „Vroni-Solo“ ausholte und mit einem quietschenden Lachen einzelne Passagen unterstrich. Gewürdigt wurde so die gute Küche beim Neuwirt, lediglich der Stammtisch störe, denn „ da werdens jeden Tag ein bisserl blöder“. Kritisiert wurde die geheuchelte Toleranz mancher Mitmenschen. („Mia san die besten Humanisten unter Christen... doch im Inneren tun mia scho gern ausmisten“) – für die kreativen Reime gab es viel Beifall.

Für die Belebung der Innenstadt hatten die beiden auch passende Ideen – man brauche wieder ein Schuhgeschäft mit Rutschbahn und ein Geschäft mit Rolltreppe. Und da die Durchfahrt durch den Eternitweg nun nicht mehr „illegal“ sei, wollte Franz sein Geld, das er für Bußgelder zahlte, wieder zurück.

So mancher Politiker hierzulande habe nun höhere Ambitionen, erklärten beide. Zum Beispiel Landrat Roland Weigert, der in den Landtag möchte. Doch was passiert, wenn er nicht gewählt wird? „Ja, dann hast es dann, dei Scheißhäuferl im Schachterl, da kannst dann bei dem Freund hausieren gehen. Der Gmehling schenkt dir ganz bestimmt ein Lachterl. Und nimmt ganz fest in Arm dich – Freundschaft bleibt bestehen.“

Auf der Suche nach der Liebe war Vroni auch heuer wieder. So ging sie als frisch gewählte Schönheitskönigin nach Russland, um ihre Stadt bei einem Event zu vertreten – und brachte glatt den Russen Ivan (Sepp Egerer) heim. Der verstand aber nicht so ganz, warum in Neuburg aus vielen Dingen ein Problem gemacht wird. In Russland laufe das anders: „ Bauen Brücke wo uns gefällt“, meinte er und weiter: „Donauschwimmen abgesagt wegen Wasser? Wo willst du schwimmen ohne Wasser?“

Schließlich wurde es dann doch nichts aus Vroni und Ivan – ein Mann aus Neuburg sollte her. „Der Haninger ist wunderbar“, sang sie und tatsächlich – ihr Angebeteter kam dann auch direkt auf die Bühne und umarmte sie herzlich.

Wie immer wurde beim Bockbierfest für den guten Zweck getrunken und geschlemmt. Das Wirte-Ehepaar Karl und Anke Deiml und die Julius-Bräu-Besitzerin Gabriele Bauer spenden heuer an die Stiftung „Für Neuburger“.

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