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Energie

26.09.2008

Dicker Forschungsauftrag für das f10

Der Forschungsinstitut f10 für Erneuerbare Energien hat seinen ersten Forschungsauftrag an Land gezogen. Am Donnerstagnachmittag kam der Bescheid der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR), das dem f10 311 000 Euro zur Verfügung stellt. Das Geld wird für ein Projekt verwendet, dass die Nutzbarkeit von Biogas verbessern soll.

Mit strahlendem Gesicht war f10-Geschäftsführer Manfred Rößle am Freitag unterwegs. Nicht nur weil er gestern seinen 50. Geburtstag feierte, sondern auch, weil er die frohe Nachricht der lang erkämpften und jetzt bewilligten Förderung präsentieren konnte.

Über ein Jahr waren er und seine Projektleiter an der Sache dran. Auf zwölf Seiten haben sie knapp, sachlich und zielorientiert zusammengefasst, was das FNR fördern könnte. Immer wieder suchte man den Kontakt zu Bundesinnenminister Horst Seehofer ( CSU), in dessen Ministerium das FNR angesiedelt ist.

Vergangene Woche habe man bei einer CSU-Wahlveranstaltung in Rennertshofen noch mal nach dem Stand der Dinge gefragt. "Wir haben Horst Seehofer nur noch mal darauf angesetzt", sagt Manfred Rößle und grinst ein wenig verschmitzt. Dass das Fördergeschenk noch knapp vor der Wahl überreicht wurde, sei Zufall.

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"Für das f10 ist das ein riesen Sprung nach vorne", sagt Aufsichtsratsvorsitzender Hans Mayr. Denn das Geld vom Bund erleichtert nicht nur die Arbeit des Instituts, sondern nimmt der Stadt auch ein Stück der finanziellen Belastung. 60 000 Euro gibt es aus dem kommunalen Topf, denn das f10 ist ein städtischer Betrieb. Dass jetzt Forschungsaufträge von alleine hereinkommen ist gewollt und "ein Riesenerfolg", sagt Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling.

Doch was wird mit dem vielen Geld jetzt umgesetzt? Zwei Mitarbeiter werden ein wissenschaftliches Verfahren entwickeln, wie Biogasanlagen besser und effektiver genutzt werden können (siehe Infokasten). Das f10 wird einen Modellversuch in Graben (Landkreis Augsburg) wissenschaftlich begleiten. Dort führt Erdgas Schwaben an einer Musteranlage Versuche durch, wie Biogas gesäubert und anschließend ins bestehende Erdgasnetz eingespeist werden kann. Dr. Georg Hiepp aus Kempten wird die Ergebnisse in einer Doktorarbeit sammeln. Die Förderzeit ist auf zwei Jahre beschränkt. "Aber damit können wir eineinhalb Stellen finanzieren", sagt Manfred Rößle und lacht. Es gibt gute Gründe zu feiern.

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