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Nachruf

03.08.2012

Die Fußballgemeinde der Region trauert um Bernd Meier

Bernd Meier starb am Donnerstag im Alter von 40 Jahren.
Bild: Xaver Habermeier

Am Donnerstagabend starb der ehemalige Fußball-Profi Bernd Meier aus Burgheim. Der 40-Jährige war mit einer Fischvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden

Am Freitag machte in der Region eine unfassbare Nachricht die Runde, die nicht nur in Fußball-Kreisen tiefe Trauer und Entsetzen auslöste: Der ehemalige Fußball-Profi Bernd Meier ist Donnerstagabend in der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth gestorben. Die genaue Todesursache steht noch nicht fest. Sicher ist bislang nur, dass sich der 40-Jährige in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mit Anzeichen einer Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus begeben hatte. Dort verschlechterte sich sein Zustand im Verlauf des Donnerstags plötzlich derart drastisch, dass Meier noch am Abend verstarb. Die genaue Ursache soll eine Obduktion klären.

Der ehemalige Profi des TSV 1860 München, Borussia Mönchengladbach, LR Ahlen und Borussia Dortmund (insgesamt 95 Bundes- und 85 Zweitligaspiele) hatte bei seinem Heimatverein TSV Burgheim die Herren-Mannschaft während der abgelaufenen Saison in der Bezirksliga Schwaben Nord übernommen, konnte aber trotz einer deutlichen Leistungssteigerung den Klassenerhalt nicht mehr schaffen. Mit seinen B-Junioren konnte er dagegen die Meisterschaft feiern. Aufgrund des Todesfalls wurde das für den gestrigen Freitag angesetzte Auftaktspiel der Kreisliga Ost zwischen dem FC Ehekirchen und TSV Burgheim sofort abgesagt.

„Wir sind alle tief betroffen, geschockt und können es kaum fassen“, so TSV-Abteilungsleiter Werner Riel. Die Nachricht vom Tode Bernd Meiers habe man laut Riel am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr per Anruf erhalten. Das war unmittelbar nach dem Training der ersten Mannschaft bei der anschließenden Vorstandssitzung, bei der auch die beiden Onkel des Ex-Profis sowie der Spartenleiter des TSV Rain, Anton Fuchs, als beratender Architekt in Sachen Sportheimumbau anwesend waren. Diese Besprechung wurde abgebrochen, als die schreckliche Nachricht eintraf.

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Wenige Minuten später wurde auch die Mannschaft des TSV Burgheim informiert. Natürlich war auch hier jeder tief bestürzt. „Mit Bernd Meier verlieren wir nicht nur einen hervorragenden Trainer und professionellen Sportler, sondern vor allem auch einen sehr guten Freund und tollen Menschen“, sagt Riel, der einst gemeinsam mit Meier in der Burgheimer Jugend kickte.

Auch der TSV Rain ist geschockt, schließlich hütete Meier zu Beginn seiner Karriere das Tor der ersten Mannschaft, ehe er nach Aindling wechselte. „Ich kann das gar nicht glauben“, so der sportliche Leiter, Günther Reichherzer, gegenüber der Neuburger Rundschau. Wenn es seine Verpflichtungen beim TSV Burgheim und als Torwarttrainer der U17 des Deutschen Fußballbundes zuließen, besuchte er hin und wieder ein Heimspiel des TSV. Erst beim Sieg im Regionalliga-Heimspiel gegen Seligenporten am vergangenen Samstag drückte er im Georg-Weber-Stadion die Daumen.

Meier hatte zwar eine Wohnung in Rain, lebte aber mit seiner Lebensgefährtin und deren beiden Kindern im Marxheimer Ortsteil Graisbach. Neben dem Fußball war Tennis eine weitere Leidenschaft. In der abgelaufenen Punktrunde spielte er dreimal in der Herren-40-Mannschaft des TC Marxheim. „Wir können es nicht fassen“, so Vereinskamerad Markus Schmid, der mit Meier vor drei Wochen das letzte Mal gespielt hatte.

Mit Bernd Meier verliert die Region zweifelsohne eine der größten Fußball-Persönlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte.

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