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Weichering

14.02.2018

Die Genossen nehmen den Kampf an

Andreas Fischer prangert die Wohnungspolitik der bayerischen Staatsregierung an. Er stellt sich im Herbst den Landtagswahlen.
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Andreas Fischer prangert die Wohnungspolitik der bayerischen Staatsregierung an. Er stellt sich im Herbst den Landtagswahlen.
Bild: Manfred Dittenhofer

Fischer, Schafferhans und Widuckel heizen den Sozialdemokraten in Weichering ein.

Man könnte glauben, der Wahlkampf hat bereits begonnen. Und Andreas Fischer und Heinz Schafferhans scheinen heiß darauf zu sein, endlich für den Einzug in den Landtag beziehungsweise in den Bezirkstag zu kämpfen. Die beiden sind als Hauptredner beim politischen Aschermittwoch der Kreis-SPD in Weichering aufgetreten. Noch flammender allerdings war die als Schlusswort deklarierte Rede des SPD-Kreisvorsitzenden Werner Widuckel.

Fischer, der erst seit zwei Jahren SPD-Mitglied ist und bei der Wahl im Herbst für den Landtag kandidieren wird, nahm den Namen Schulz nicht in den Mund, dafür aber den der Bundeskanzlerin: „Merkel will nur die zerbröckelnde Macht festhalten.“ Im Gegensatz zur Union würde sich die SPD der Realität stellen. Stillhalten schade der Demokratie. Die CSU übernehme leider Parolen von der AfD, statt gesellschaftliche Fragen zu beantworten. Fischer zählte die Felder auf, die ihm wichtig sind: Die Asylpolitik müsse weg von zusammengepferchten und eingesperrten Flüchtlingen. „Die müssen dezentral untergebracht werden.“ Digitalisierung dürfe nicht dem Zweck von Großkonzernen dienen. „Es soll unser Leben bereichern und die Umwelt schützen. Und uns nicht gläsern machen.“ Und natürlich der soziale Wohnungsbau. Söder solle sich schämen. Zuerst habe er 33000 Sozialwohnungen verscherbelt, um das Fiasko bei der Landesbank auszugleichen. Und nun spreche er von einer Wohnungsbaugesellschaft und 2000 Wohnungen.

Heinz Schafferhans will, und das betonte er ausdrücklich, unbedingt in den Bezirkstag. „Die Entscheidungen, die dort fallen, betreffen uns alle, wenn wir krank werden oder anderweitig Hilfe benötigen.“ Schafferhans prangerte die soziale Ungleichheit in Deutschland an. „Die Fallstricke der überbordenden Bürokratie müssen weg.“ Den Wechsel der Bundesparteiführung sieht Schafferhans nicht dramatisch. „Selbst wenn die GroKo durch den Mitgliederentscheid abgelehnt wird, sollte Andrea Nahles Parteivorsitzende werden.“ Den Entscheid findet er gut. „Das ist basisdemokratisch. An so etwas würde sich die CSU nicht herantrauen.“ Dass Schulz zurückgetreten sei, sei in Ordnung. „Unser Kandidat hat sich verspekuliert und geopfert.“ Neuwahlen seien ein Fest für die Populisten, so Schafferhans. Deshalb habe sich die SPD den Koalitionsverhandlungen nicht verschließen dürfen.

Und aus denen seien die Sozialdemokraten sehr gut hervorgegangen, so Werner Widuckel, der Forderungen in Richtung eigener Parteizentrale stellte: „Wir müssen uns in dieser Parteienlandschaft nicht verstecken. Die, die gekniffen haben, fläzen nun grinsend im Bundestag. Merkel auf Abruf, Seehofer als 70-jähriger Hoffnungsträger abgeschoben. Wir sind regierungsfähig, andere aber anscheinend noch nicht mal oppositionsfähig.“ Von der SPD erwartet er, dass sie wieder enger zusammenrückt und an einem Strang zieht.

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