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Aufführung

01.03.2019

Die Geschichte eines Zaubervogels

Fleißig geprobt wird derzeit für das Ballett „Adarna, der Zaubervogel“.
Bild: Xaver Habermeier

Die Ballettgruppe der Vhs tanzt erneut zum philippinischen Märchen „Adarna, der Zaubervogel“

Das getanzte Märchen „Adarna, der Zaubervogel“ nimmt Gestalt an. 58 Mädchen und Frauen zwischen acht und 53 Jahre sowie der Jugendliche Alexander Scholz (14) versprühen schon bei den Proben der Vhs-Ballettgruppe Elan und Freude. Nach dem Erfolg in 2010 erfährt die Wiederaufführung im März dieses Jahres mit einem verjüngten sowie teils auch älter gewordenen Team optische sowie tänzerische Auffrischungen.

„Der Inhalt der von mir erfundenen Geschichte aus meiner Heimat, den Philippinen, ist gleichgeblieben“, sagt Mary Anne Strobel. Sobald die Leiterin der Vhs-Ballettschule von der getanzten Reise ins kunterbunte Reich der Blüten erzählt, werden ihre Augen groß und sie gerät ins Schwärmen. „Die Tänzerinnen verzaubern und tanzen in Kostümen als Kirschblüten, Krokusse, Feuermädchen, Tulpen, Waldfeen und Rosenkinder“, berichtet Strobel. In die Hauptrollen schlüpfen Katharina Hofmann (15) als der Zaubervogel und Alexander Scholz als Blumenprinz. Die kleinen Waldgeister dürfen bei der Inszenierung sogar ein bisschen frech sein und die Zunge zeigen. Die Tanzlehrerin hat viele choreografische Elemente eingebaut. So schweben die Tänzerinnen mal graziös über die Bretter, die größeren Mädchen tanzen anmutend auf Zehenspitzen und die Kleinen quirlen als Blumenkinder über die Bühne. Das philippinische Märchen lässt nichts an Homogenität, Farbenvielfalt und Ausdruck vermissen.

Ein wahrer Augenschmaus sind die vielen Kostüme, die Strobel zusammen mit Müttern und Omas genäht hatte. Bei den Proben in den Vhs-Räumen herrscht in den Umkleiden noch etwas Unruhe. Feinheiten, wie das Zurechtrücken der Kleider oder das Hochstecken der Haare, werden mit Helfern erledigt. Unterstützung erfährt das Ensemble von den erwachsenen Frauen, die in dem Stück als Göttinnen mittanzen. Mary Anne Strobel behält trotz der Anzahl an Tänzerinnen Ruhe und Überblick.

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Die Handlung lässt den kleinen und großen Tänzern viel Spielraum. Im Blumenreich wird die Ankunft des Frühlings gefeiert. Mittendrin tanzen die Prinzessinnen mit dem Prinzen. Aber während des Spiels wird der Prinz von einer Tarantel gebissen und versteinert. Die adeligen Tänzerinnen machen sich auf die Suche nach dem Zaubervogel, der helfen soll. Bei ihren Ermittlungen kommen sie in fremde Reiche, eindrucksvoll auf der Stadttheaterbühne mit Accessoires und Bildern, wie großformatige Blüten, dargestellt. Intensiviert wird das Reich der Blumenvielfalt mit Elementen aus klassischer Musik. Bei der tänzerisch dargestellten Suche nach dem Zaubervogel geraten die Prinzessinnen durch Waldgeister auf Irrwege und treffen schließlich auf Göttinnen. Ob der scheue Zaubervogel während der 70-minütigen Aufführung im Stadttheater gefunden wird und Adarna den Prinzen aus der Versteinerung rettet, das will Mary Anne Strobel noch nicht verraten. (xh)

Die Aufführungen von „Adarna, der Zaubervogel“ sind am 16., 17., 23. und 24. März, jeweils um 16 Uhr im Stadttheater. Kartenvorverkauf ist im Bücherturm.

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