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Neuburg

23.01.2020

Die Pläne für ein Museumscafé scheitern vorerst

In diesem Gebäude sollte ein Museumscafé entstehen.
Bild: Maya Spitzer (Archivfoto)

Eine Gastronomin wollte im Neuburger Stadtmuseum Kaffee und Kuchen anbieten. Wie eine Alternative aussehen könnte.

Die Idee klang vielversprechend. Mit einem Café im Neuburger Stadtmuseum wollte Bärbel Bergbauer frischen Wind in die Obere Altstadt bringen. Selbst Oberbürgermeister Bernhard Gmehling bezeichnete sich als „Verfechter der Idee“.

Nun wurde das Vorhaben in dieser Form im nichtöffentlichen Teil des Finanzausschusses abgelehnt. Das habe zum einen an der Kostenschätzung eines Umbaus in Höhe von 270.000 Euro gelegen. „Andererseits ist das Gebäude nicht für eine Küche mit Starkstrom und Abzug ausgelegt“, erklärte Oberbürgermeister Gmehling. Zudem äußerte der Historische Verein, der die Räume seit 2005 für das Stadtmuseum nutzt, immer wieder Bedenken.

Museumscafé in Neuburg: OB kann sich Saisonbetrieb vorstellen

Zur Erinnerung: Die ehemalige Besitzerin des Tavolino wollte im Ausstellungsraum gleich rechts neben dem Eingang Kaffee, Kuchen, Frühstück und eine kleine Mittagskarte anbieten. Im Eingangsbereich konnte sich Bergbauer auch Kulturveranstaltungen, Konzerte und Feierabendtreffen vorstellen. Doch immer wieder gab es auch kritische Stimmen. Diese äußerte vor allem der Historische Verein. Dabei ging es um Fragen der Entlüftung, der Haftung, falls ein Cafégast etwas im Museum beschädigt, und des Müllkonzepts. Außerdem gibt es bislang im Museum lediglich eine Teeküche. Um dort ein Café zu installieren, wäre ebenjener große Umbau nötig gewesen.

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Einige machten sich wiederum für die Idee stark, weil sie sich davon mehr Besucher für das Stadtmuseum erhofften – so auch Oberbürgermeister Gmehling. Schließlich bewegen sich die Besucherzahlen des Museums an den meisten Öffnungstagen im einstelligen oder niedrigen zweistelligen Bereich. Zwischenzeitlich hatte Bergbauer sogar über 200 Unterschriften für ihr Café im Weveldhaus gesammelt, die sie damals an den Rathauschef übergeben hatte.

Gmehling kann die Entscheidung des Finanzausschusses nachvollziehen: „Das Risiko war einfach zu groß. Zumal wir das Café hätten ausschreiben müssen, wenn wir uns dazu entschieden hätten.“ Eine Alternative könnte jedoch eine Art Saisonbetrieb sein mit einer Bewirtung im Garten. „Vielleicht schon diesen Sommer.“

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