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Weichering

22.11.2018

Die SPD geht mutig in die Zukunft

Werner Widuckel (rechts) stimmte die SPD auf den nächsten Wahlkampf ein. Der 60-Jährige wurde bei der Nominierungsversammlung mit großer Mehrheit zum Landratskandidaten gewählt.
Bild: Norbert Eibel

Die Genossen schicken Werner Widuckel als Kandidaten in die Landratswahl am 20. Januar. So lief die Nominierungsversammlung.

Werner Widuckel will es wissen und bei der Landratswahl am 20. Januar eine Stichwahl erzwingen. 30 der 34 erschienenen Delegierten votierten am Mittwochabend für den SPD-Kreisvorsitzenden als Kandidaten. In einer kämpferischen Rede stimmte der 60-Jährige die Genossen in der Nominierungsversammlung im Gasthof Vogelsang in Weichering auf einen kurzen und knackigen Wahlkampf ein. „Es geht um unseren Landkreis und unsere Heimat. Und da gibt es keine Veranlassung, warum sich die SPD verstecken soll“, gab sich der Kandidat trotz grassierender Umfragetiefs seiner Partei in Bund und Land selbstbewusst.

Die SPD-Kandidat findet deutliche Worte

„Anpacken mit Mut“ lautet Widuckels Programmatik und was er darunter versteht, machte er in plastischer Sprache deutlich: „Wer die Bildung aufgibt, gibt die Zukunft auf“, lautete eine These. Den Landkreis zukunftsfähig machen, das ist die Klammer um Widuckels vier Hauptthemen Gesundheit, Umwelt, öffentlicher Nahverkehr und Bildung. „Das Kreiskrankenhaus Schrobenhausen muss erhalten bleiben und weiter entwickelt werden“, forderte Widuckel und nannte als wesentliche Säulen einer funktionierenden Gesundheitsversorgung im Landkreis: ein Zentrum für Altersmedizin in Kooperation mit der Neuburger Geriatrie, ein medizinisches Versorgungszentrum als attraktives Niederlassungsargument für junge Ärzte und dezentrale Pflegestützpunkte, die älteren Menschen erlauben, möglichst lange in der eigenen Wohnung zu bleiben und die die Familien entlasten.

Werner Widuckel forderte und wenn es um Umweltpolitik ging, dann gab er auch den Mahner,: „Diese Generation ist die letzte, die noch Zeit hat für einen Wechsel“, rief er den Delegierten zu. Der Klimawandel sei einer der großen und ernsthaftetesten Herausforderungen der Gegenwart. Und direkt vor der Haustüre spürbar: „Das Donaumoos ist einer der größten Kohlenstoffspeicher Deutschlands. Moore sind die Rückversicherung für das Klima.“ Ein Kurswechsel bei der Nutzung dieses Naturraumes sei von zentraler Bedeutung, um seine Funktion zu erhalten. Setzen könne man andere Akzente aber nur in partnerschaftlicher Kooperation mit der Landwirtschaft und den Umweltverbänden. „Wir dürfen uns dieser Verantwortung nicht entziehen“, forderte der Landratsbewerber.

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Aktiver Umweltschutz findet auch auf den Straßen statt. Werner Widuckel möchte den Tarifverbund Ingolstadt weiterentwickeln und in der Region einen Verkehrsverbund etablieren unter Einbeziehung der Bahn.

So will die SPD in die Bildung investieren

Die Kreispolitik stellte in den vergangenen Jahren entscheidende Weichen in der Bildungsinfrastruktur. Gerade für den Landkreis sei dies ein wesentlicher Standortfaktor. Daran gelte es anzuknüpfen, sagte Widuckel. Es gehe um gute Perspektive für junge Menschen. Bildung finde in den Herzen und Köpfen statt, für passende Lernorte müsse in Beton investiert werden. Nächste Baustelle müsse das Neuburger Descartes-Gymnasium werden. „Eine mutige Aussage“, fand der SPD-Kandidat, denn der Investitionsbedarf dort liege zwischen 30 und 40 Millionen Euro.

Werner Widuckel, geboren in Salzgitter, lebt seit knapp zehn Jahren in Karlskron und hat an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg eine Lehrprofessur für Personalmanagement und Arbeitsorganisation inne. 1974 trat er der SPD bei, für seine Partei sitzt der ehemalige Audi-Vorstand auch im Kreistag. Den Job als Landrat traue er sich zu, aus seiner beruflichen Vita habe er Erfahrung im Führen großer Einheiten. Die Zeit sei reif, für ihn und für einen neuen Politikstil im Landkreis. Widuckels Credo: „Recht hat der mit den besten Argumenten, unabhängig von der Position.“ (nel)

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