1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Die Schlossweihnacht muss umziehen – aber wohin?

Neuburg

15.01.2020

Die Schlossweihnacht muss umziehen – aber wohin?

Wird in der Adventssaison 2020 nicht Schauplatz der Neuburger Schlossweihnacht sein können: der Schlosshof.
Bild: Marcel Rother (Archivfoto)

Weil das Schloss saniert wird, muss sich der Verkehrsverein für den Advent 2020 um einen anderen Standort für die Schlossweihnacht bemühen. Alternativen gibt es.

Glühwein fließt, die Mandeln duften und drumherum, die Kulisse des Neuburger Schlosses: Zum ersten Mal haben im vergangenen Advent Christkindlmarkt und Schlossweihnacht unabhängig voneinander stattgefunden. Und schon jetzt hat sich das erste Problem offenbart, denn das Schloss wird für mehrere Monate saniert. Damit muss es als Schauplatz für die Schlossweihnacht zumindest für ein Jahr aussetzen. Als Organisator muss der Verkehrsverein also auf Alternativen zurückgreifen.

Friedhelm Lahn ist Vorsitzender des Vereins. Ursprünglich, sagt er, habe man mit der Schlossweihnacht 2020 pausieren wollen. Das aber hätte Konsequenzen nach sich ziehen können: Sollten Fieranten zwischenzeitlich einen Platz auf einem anderen Markt finden, schildert er, könnten sie unter Umständen ganz abspringen.

Aussteller verlieren – das wollte der Verkehrsverein natürlich nicht. Also habe man sich nach einem anderen Austragungsort umgeschaut – und sei dabei auf Marstall und Boxenstall gestoßen. „Dazu hätten wir gerne den Marstallhof gehabt als Platz für die Hütten, die sonst im Schlosshof stehen würden“, erklärt der Vorsitzende.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die Stadträte diskutierten den Antrag im Finanzausschuss

Weil die Zeit und mögliche Vertragsabschlüsse drängen, wurde die Idee kurzfristig auf die Tagesordnung des Finanzausschusses gehievt. Dort diskutierten die Stadträte den Antrag des Verkehrsvereins. Grundsätzlich stimmten sie zu, die Flächen des Marstalls und des Boxenstalls an die Verantwortlichen der Schlossweihnacht zu vermieten.

Den Marstallhof – wie auch den Ottheinrichsplatz als Alternativvorschlag – lehnte der Ausschuss aus Parkplatzgründen hingegen ab. „Das geht aus meiner Sicht gar nicht“, betonte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling (CSU). Stattdessen könnten die Organisatoren die Freiflächen rund um die Burgwehr bespielen, laut Beschluss außerdem einen Teil des Hofgartens. Das freilich müsse noch von der Verwaltung geprüft werden, sagte Bernhard Gmehling in der Sitzung.

Der Verkehrsverein zeigt sich mit diesem Vorschlag allerdings nicht ganz zufrieden. „Es freut uns, dass der Antrag nicht komplett abgelehnt wurde und uns Marstall und Boxenstall bewilligt wurden“, erklärt Friedhelm Lahn. Nicht optimal aber sei das Angebot des Ausschusses rund um die Burgwehr und den Hofgarten, weil sie die Veranstaltung räumlich voneinander trennten. „Es ergibt keine Einheit“, bekräftigt der Vorsitzende. Würde es tatsächlich so kommen, „müssten wir die Veranstaltung umso mehr bewerben, damit sie die Leute überhaupt finden.“

Friedhelm Lahn bedauert auch, nicht bei der Sitzung im Rathaus präsent gewesen zu sein. So habe man sich nicht erklären, nicht auf die Vorschläge der Stadträte eingehen können. Vorstand und Komitee des Verkehrsvereins kommen nun am 22. Januar zusammen, um die Alternativen zu besprechen. „Wir werden sehen, ob es am Ende so Sinn macht.“

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren