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Weiberfasching

14.02.2015

Die Stimmung brodelte

Auch OB Dr. Bernhard Gmehling und seine Gattin Hermine mischten sich unter die Maskerer.
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Auch OB Dr. Bernhard Gmehling und seine Gattin Hermine mischten sich unter die Maskerer.

Die Gaudi schwappte vom Marstall auf die Stadt über

Tausende von Maskerern verwandelten am Unsinnigen Donnerstag Neuburg in eine Narrenhochburg. Nachdem die Frauen tagsüber den Männern gnadenlos die Krawatten abgeschnitten hatten, schlüpften die Herren abends in Kostüme und ließen es mit Narren aller Couleur so richtig krachen. Den Anspruch eines Ottheinrichstädter Hexenkessels, in dem die Stimmung bis in die frühen Morgenstunden brodelt, heimste sich der Marstall ein, in den die Neuburger Pfadfinder seit fast 40 Jahren locken. Gefeiert wurde erfreulich friedlich, wie die Polizei meldet.

Pünktlich um 20 Uhr eröffneten wild gewordene Hexen mit Sprüngen über das Feuer auf dem Ottheinrichplatz das kunterbunte Spektakel. „Damit laden sie unter ihren Röcken Energie für eine lange heiße Nacht auf“, erklärt Silvia Heueisen, die seit 20 Jahren dabei ist und selbst den Anfang machte. Der Fanfarenzug forderte mit Märschen zum Tanz um das Hexenfeuer auf und die Feuerspucker „Spectaculum de diabolico“ entzündeten eine beeindruckende Show. Mit den vielen Hexen und weiteren gruseligen Gestalten avancierte der Stadtberg zum Blocksberg. Anschließend ging die Party im Marstall weiter. Freiwillige der Pfadfinder hatten den historischen Säulensaal in einen Hexenkessel verwandelt. Thomas Jacobsen, der Stammesvorstand der Neuburger Pfadfinder, sagte: „Mit all den vielen Auflagen waren die Arbeiten heuer sehr aufwendig, aber heute sind wir stolz und freuen uns auf die Party.“ Stimmungsgarant war wieder die Band „Chlorfrei“. „Die Profis sind einfach Kult und top drauf“, sagte Jacobsen. Ein buntes Maskerervolk – Raubtiere, Cowgirls, Clowns, Vampire und Wikinger – mischte sich nach und nach unter die Hexen. Serviert haben die Pfadfinder wieder Hexenschnaps, Flügerl und Alkoholfreies.

So wie im Marstall war in ganz Neuburg verkleidungstechnisch alles erlaubt. Viele zogen in dieser Nacht traditionell durch die Neuburger Innenstadt und erbettelten sich mit einem Lied oder einem Spruch in den Bars einen Freischnaps. Fast überall das gleiche Bild: Neben wüst gekleideten Hexen mit Hakennasen und Besen übernahmen Engel, Teufel, Elfen und als Tiere verkleidete Maskerer das Kommando auf dem Schrannenplatz und an der Wichtelhütte. Die meisten waren sich einig, was Fasching bedeutet: Spaß am Verkleiden, tanzen, fröhlich sein. Die Ausdauerndsten zogen heimwärts, als sich andere am Freitagmorgen auf den Weg zur Arbeit machten.

Die hiesige Dienststelle hatte sich auf einige Einsätze im Zusammenhang mit dem „ Weiberfasching“ vorbereitet. Daher wurde die Dienststärke angemessen erhöht. Außerdem wurde sie von einer Gruppe der Bereitschaftspolizei unterstützt. Aber die Nacht verlief aus polizeilicher Sicht erfreulich ruhig. Die Kollegen wurden zwar zu mehreren Ruhestörungen und kleineren Rangeleien unter merklich alkoholisierten Personen gerufen, aber insgesamt mussten nur zwei Körperverletzungen (siehe Polizeibericht) aufgenommen werden.

Bei uns im Internet

Mehr Bilder zum Weiberfasching gibt es unter

www.neuburger-rundschau.de/bilder

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