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Ehekirchen

09.10.2019

Die neuen Seelsorger von Ehekirchen

Sie freuen sich auf ihre Arbeit in der Pfarreiengemeinschaft Ehekirchen: Pfarrer Vinson Nirapell V.C und sein Kaplan John Mulakkal Joseph (links), hier vor dem Pfarrhof von Hollenbach.
Bild: Michael Geyer

Seit 1. September ist die Pfarreiengemeinschaft Ehekirchen in den Händen von Pfarrer Vinson Nirapell V.C und seinem Kaplan John Mulakkal Joseph.

Es wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind sich Ehekirchens neuer Pfarrer Vinson Nirapell V.C und sein Kaplan John Mulakkal Joseph bewusst. Seit 1. September sind sie in ihren Ämtern. Elf Pfarreien und vier Filialgemeinden gilt es zu betreuen und seelsorgerisch zu versorgen. Dazu kommen noch die 17 Kirchenstiftungen, was Ehekirchen an die erste Stelle der Pfarreiengemeinschaften mit den meisten Stiftungen in der ganzen Diözese Augsburg rückt. „Aber mit Gottes Hilfe werden wir es schaffen“, blicken Pfarrer Nirapell und sein Kaplan optimistisch in die Zukunft.

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Der Pfarrer gehört dem Orden des Heiligen Vinzenz von Paul an und ist im indischen Bundesstaat Kerala geboren und aufgewachsen, wo seine Eltern noch leben. Von seinen vier Geschwistern arbeiten zwei in Deutschland: Seine Schwester Jesmi Maria, Ordensfrau der Karmeliterinnen, ist als Krankenschwester in Heidelberg tätig. Wie es der Zufall so wollte, hat auch sein Bruder Biju am 1. September in Weitnau im Allgäu ebenfalls eine Pfarrstelle angenommen.

Pfarrer Vinson Nirapell hat sich unter Pfarrer Brom eingearbeitet

Vinson Nirapell wurde von seinem Provinzialoberen zu einem Studium in Deutschland ausgewählt, hat von 2009 bis 2014 in Augsburg Theologie studiert und wurde im Anschluss daran in Kerala zum Priester geweiht. Danach folgten fast zwei Jahre als Vizedirektor eines Exerzitienzentrums im Nordosten von Indien. 2016 kam er nach Deutschland zurück und trat die Stelle des Kaplans in der Pfarreiengemeinschaft Heilig Geist/Zwölf Apostel in Augsburg an.

Die neuen Seelsorger von Ehekirchen

Seit September 2018 ist er in der Ehekirchener Pfarreiengemeinschaft, hat sein letztes Jahr als Kaplan unter Pfarrer Brom gearbeitet und von ihm sehr viel für seine neue Aufgabe gelernt, wie er sagt. „In Ehekirchen habe ich meine zweite Heimat gefunden. Die Menschen hier sind sehr nett, locker und unkompliziert. Sie sind bereit, uns anzunehmen“, sagt er. Es freue ihn ganz besonders, dass man ihn vor dem Weggang von Pfarrer Brom gefragt hatte, ob er die Pfarrstelle antreten möchte. Er habe dies als Ehre und auch als Bestätigung seiner bisherigen Arbeit empfunden und ohne Zweifel ja gesagt, auch wenn er als Kaplan oft gedacht habe, das Amt des Pfarrers sei für ihn eine große Herausforderung und fiele ihm nicht leicht.

Am Sonntag wird die Installation des neuen Pfarrers in Ehekirchen gefeiert

Mit 35 Jahren ist er nun seit September neuer Pfarrer von Ehekirchen. Schon nach dem ersten Monat im Amt kann er eine positive Zwischenbilanz ziehen: „Mit den Sekretärinnen und der Gemeindereferentin Agnes Dachs, die auf zehn Jahre Erfahrung zurückblicken kann und mir sehr viel abnimmt, lässt es sich hervorragend zusammenarbeiten. Sie kennen die Pfarrei und machen mir die Arbeit leichter, denn letztendlich trägt der Pfarrer die Verantwortung. Ich muss zuerst einmal die Menschen und die Ortschaften näher kennenlernen. Ich kann nicht sagen, ich kann alles tun, aber mit Gott kann ich viel mehr schaffen.“ Dieses Gottvertrauen spiegelt auch der Spruch aus dem Korintherbrief „Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin“ wieder, den sich der Pfarrer in seinem Primizspruch ausgesucht hat. Und dann gibt es auch noch die vielen Ehrenamtlichen: die Mütter der Kommunionkinder und der Firmlinge, die ihm die Arbeit erleichtern und ihn unterstützen. Er wohnt im Pfarrhof von Ehekirchen, liebt die Gartenarbeit und greift auch mal zur Gartenschere, um die Büsche im Pfarrgarten in Form zu bringen. Vielleicht spielt er auch mal wieder Volleyball, wenn es sich ergibt und es die Zeit erlaubt.

Der kommende Sonntag, 13. Oktober, ist für ihn ein ganz besonderer Tag: Um 17 Uhr ist bei einem feierlichen Gottesdienst seine offizielle Installation als neuer Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Ehekirchen. Um 16.45 startet der Festzug mit Ministranten, Ordensleuten und den Gästen zur Kirche. Danach findet ein Empfang in der Turnhalle statt.

Kaplan John Mulakkal Joseph sucht Anschluss an eine Badminton-Gruppe

Aus Kerala kommt auch Kaplan John Mulakkal Joseph, Jahrgang 1983, der im Jahre 2008 in der Erzdiözese Trichur zum Priester geweiht wurde. Er kann bereits auf eine umfangreiche seelsorgerische Tätigkeit in Indien zurückblicken: zuerst drei Jahre als Kaplan, dann weitere sechs Jahre als Pfarrer in seiner Heimatdiözese. Seit Juli 2018 ist er in Deutschland und übernahm gleich eine zweimonatige Ferienvertretung in Nordendorf-Westendorf im Landkreis Augsburg. Danach folgte ein Jahr Einarbeitung als Kaplan in Augsburg-Kriegshaber. Seit September wohnt er im wunderbar renovierten Pfarrhof von Hollenbach, muss sich erst noch richtig einleben und eingewöhnen und unterstützt den Ehekirchener Pfarrer bei fast allen Aufgaben: Sakramente spenden, Beerdigungen, Eucharistiefeiern, Ministrantenstunden, Kranken- und Geburtstagsbesuche und weitere seelsorgerische Arbeit. Dazu kommen noch die weitere Ausbildung als Kaplan und halbtägliche Sprachkurse.

Sein Primizspruch lautet: „To love and to be loved“, was mit „Liebe Gott und deinen Nächsten“ gleichgesetzt werden kann. „Als Priester bin ich ein Vertreter von Gott. Gott liebt alle. So sollte auch ein Priester in seiner Gemeinde sein“, sagt er. Er hat schon beim TBS Wünschig Badminton gespielt und würde sich freuen, wenn er auch in seiner neuen Heimat Anschluss an eine Mannschaft fände.

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