1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Diese Autorin lässt Tiere sprechen

Lesung

20.11.2019

Diese Autorin lässt Tiere sprechen

Autorin Margit Auer war in der Maria-Ward-Realschule zu Gast. Sie hat den Schülern vorgelesen.
Bild: Annemarie Meilinger

Die Eichstätterin Margit Auer war in der Maria-Ward-Schule zu Gast. Sie liest aus ihren Kinderbüchern und verrät den Schülern, wie ihre Karriere begonnen hat

Bonn, Buchmesse, Hamburg – ich bin zur Zeit kreuz und quer durch Deutschland unterwegs“, sagt Margit Auer. 77 Mal hat sie in diesem Jahr schon an genauso vielen Orten aus ihren Büchern gelesen. Am Montag war die erfolgreiche Kinderbuchautorin aus Eichstätt in Neuburg.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Das haben die Schülerinnen der Maria-Ward-Schule dem Schulleiter Heribert Kaiser zu verdanken. Die beiden Eichstätter kennen sich seit vielen Jahren und deshalb gibt es diese unterhaltsame Lesung für die fünften Klassen. Margit Auer erzählt den Schülerinnen zunächst, wie ihr Leben als Schriftstellerin aussieht und die Kinder haben viele Fragen: Wie man Schriftstellerin wird, wie oft sie schreibt oder woher die Ideen kommen. Margit Auer schreibt am liebsten in der Uni-Bibliothek an der Altmühl, denn „da ist es so schön ruhig“. Als ihre eigenen Kinder noch klein waren, kam die gelernte Journalistin auf die Idee, ein Buch für Kinder zu schreiben – daraus wurden viele. Ihre Kinder brachten Erlebnisse aus der Schule mit, und sie beobachtete Spaziergänger, die mit ihren Hunden sprachen. Auch, „weil ich den Gedanken schön fand, sich mit einem Tier unterhalten zu können“, hat sie die „Schule der magischen Tiere“ erfunden. Geschichten aus der Wintersteinschule und ihren Schülern. Inzwischen ist eine lange Serie entstanden, es gibt davon inzwischen elf Bände und es ist noch lange nicht Schluss damit. Der erste Band wurde 500.000 Mal verkauft, der neueste, Nummer elf, heißt „eingeschneit“. In zwanzig Sprachen sind die von Nina Dulleck bebilderten „magischen Bücher“ schon übersetzt worden – sogar auf japanisch – und im kommenden Jahr kommt der erste Band ins Kino. Die Dreharbeiten mit den Menschen-Darstellern sind vor kurzem in Österreich abgeschlossen worden. Wie man im Film die Tiere darstellt, will ein Mädchen wissen. „Die werden mit Computern animiert“, erklärt die Schriftstellerin. Fuchs und Schildkröte werden mit technischen Mitteln zum Sprechen gebracht. Einige Schülerinnen der Maria-Ward-Schule sind schon richtige Expertinnen, sie kennen die Figuren aus der Buchserie und hätten auch eigene Ideen, wer ein magisches Tier werden könnte. Margit Auer liest Passagen aus unterschiedlichen Büchern – von der strengen Miss Cornfield und dem Zoohändler Mortimer Morrison, der mit seinem Bus immer auf der Suche nach geeigneten Tieren ist. In Paris findet er Kater Karajan, der zur hochnäsigen Helene passt und das Meerschweinchen Madonna wird das magische Tier vom fußballnärrischen Anthony. Jeder bekommt das Tier, das ihm guttut, auch wenn es am Anfang nicht so aussieht. Weil Bewegung beim Zuhören fehlt, fordert Margit Auer die Schülerinnen auf, ein paar Übungen mit ihr zu machen – natürlich unter Anleitung der magischen Tiere.

Am Ende gibt es noch ein Autogramm oder eine persönliche Widmung in ein Buch. Ein bisschen Deutsch und Mathe ist auch ausgefallen, aber das ist nicht so schlimm – finden die Schülerinnen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren