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Neuburg

01.09.2020

Diese sechs Neuburger Stadtteile wählen bald ihre Ortssprecher

Beatrix Hubbauer überreicht an Bürgermeister Hans Habermeyer die Unterschriften aus Ried.
Bild: Winfried Rein

Plus Im Neuburger Stadtteil Ried treten gleich vier Kandidaten an. Hier haben 440 Bewohner den Antrag auf Wahl eines Ortssprechers unterschrieben. Eine „Hängepartie“ gibt es indes im Stadtteil Bruck.

Die Stadträte bekommen bald Verstärkung: In sechs Stadtteilen steht demnächst die Wahl eines Ortssprechers an. Die Wahlabende in Bergen am 25. September und in Joshofen am 28. September sind bereits terminiert. In Bergen tritt Amtsinhaber Johannes Stark wieder an, in Joshofen hat Eduard Lunzner einen Nachfolgekandidaten im Blick, mit dem er die Sache noch klären muss. Ungewohnt ist die Lage allerdings in Ried.

Ortssprecher: Im Neuburger Stadtteil Ried ist die Lage ungewohnt

Der Stadtteil, bisher gut „ausgestattet“ mit Stadträten, hat nach dem Rückzug von Klaus Brems keinen einzigen Mandatsträger mehr. Zum ersten Mal seit der Eingemeindung 1976 müssten die Rieder einen Ortssprecher wählen. „Wir brauchen jedenfalls einen“, sagte sich Lehrerin Beatrix Hubbauer und sammelte mit einer Gruppe Gleichgesinnter Unterschriften.

In wenigen Wochen haben 440 Bewohner den Antrag auf Wahl eines Ortssprechers unterzeichnet. Und weil die Gemeinschaftsaktion „super gelaufen ist“, so Beatrix Hubbauer, hat eine Delegation aus Ried und Gietlhausen die Unterschriften am Montag formell an den stellvertretenden Bürgermeister Johann Habermeyer übergeben.

Die gesetzlich verlangte Ein-Drittel-Quote der 1033 Rieder Wahlberechtigten ist erfüllt, wenn die Stadtverwaltung ihre Prüfung mit dem gleichen Ergebnis abgeschlossen hat. Ein Ortssprecher wird nicht automatisch, sondern nur auf Antrag gewählt. „Die Aktion für eine Ortsprecherwahl ist für mich auf jeden Fall positiv“, lobte 2. Bürgermeister Johann Habermeyer seine Besucher, „damit beteiligen sie sich aktiv am kommunalen Geschehen.“ Politisch könne ein Ortssprecher zweifellos einiges für seine Gemeinde „herausholen“ und an der Diskussion im Gesamtstadtrat teilnehmen. Das Lob des derzeit regierenden Bürgermeisters steigerte sich, als er von vier Kandidaten in Ried erfuhr. Anita Geier, Alexander Engel, Wolfgang Kleßinger und Janus Jokuszies wollen sich angeblich für die Position des Ortssprechers bzw. der Sprecherin bewerben.

In Zell kandidiert wieder Roland Habermeier als Ortsbeauftragter

In Zell kandidiert wieder Roland Habermeier als Ortsbeauftragter, in Marienheim voraussichtlich Amtsinhaber Andreas Weis. In Bruck bewirbt sich die CSU-Stadtratskandidatin Alexandra Plenk um die Nachfolge von Günter Steinwand. Wenn FW-Stadtrat Florian Herold sein Haus in Bruck bezieht und damit seine Adresse ändert, wäre die Ortssprecherwahl hinfällig. Wenn vorher gewählt wird, bleibt der Sprecher beziehungsweise die Sprecherin auf jeden Fall im Amt.

Die Stadtverwaltung plant die jeweilige Versammlung mit Wahlaufklärung und folgender Wahl an einem Abend. „Das muss gut organisiert sein, denn es wird bei Einhaltung aller Hygieneauflagen in Wahlkabinen abgestimmt“, kündigt Bürgermeister Johann Habermeyer an. Zumindest in Ried könnte es eng werden, wenn sich vier Kandidaten vorstellen und die Wahlbeteiligung hoch ausfällt.

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