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Verkehr

22.11.2018

Digital trifft real

Mit diesem Kamera-Wagen wurden die Straßen in der Marktgemeinde Rennertshofen im März bereits erfasst. Inzwischen sind die digitalen Daten ausgewertet.
Bild: mad

Straßen der Marktgemeinde Rennertshofen nun digital erfasst

Über 77 Kilometer Straßen, knapp 700000 Quadratmeter erfasste Fläche und rund 1300 Verkehrsschilder: Zahlen, die selbst die Gemeindeverwaltung so bisher nicht auf dem Schirm hatte, wurden durch eine Kamerabefahrung im März dieses Jahres erfasst. Das Berliner Unternehmen „Eagle Eye Technology“ stellte nun dem Gemeinderat das Ergebnis dieser Erfassung vor, aus dem dann ein Sanierungskonzept für Rennertshofens Straßen entstehen soll. Bei der Aktion ging es vor allem um die Erfassung des Zustandes der Straßen. Und die sehen gar nicht so schlecht aus - zumindest im Vergleich mit anderen Kommunen.

Das zumindest berichtete Alexander Gumnior von „Eagle Eye Technology“ dem Gemeinderat. Über die Hälfte der Straßen liegen in einem Bewertungssystem, von 1 (neuwertiger Zustand, sehr gut) bis 7 (sehr schlechter Zustand, Verkehrsbeschränkungen notwendig), in den Bereichen 1, 2 und 3. Unter drei Prozent der Straßenflächen sind in einem sehr schlechten Zustand.

Diese Aussage wunderte vor allem Gemeinderat Hans-Josef Landes: „Gefühlt sind unserer Straßen schlechter, als Sie sie nun darstellen.“ Diskutiert wurde darüber, wie man diese Daten fortlaufend auf aktuellem Stand halte. Zweiter Bürgermeister Alfred Ehrnstraßer gab zu bedenken, dass die Befahrung schon wieder ein halbes Jahr her sei. Vor allem eine Straße, bei der nach der Verlegung einer Wasserleitung im Inliner-Verfahren, Schäden zurückgeblieben seien, sei nun nicht mehr aktuell. Gumnior schlug einen Datenabgleich alle fünf bis sechs Jahre vor, wies aber darauf hin, dass nach Bauarbeiten auch einzelne Straßenzüge aktualisiert werden könnten. Das Berliner Unternehmen lieferte der Marktgemeinde auch gleich eine erste, sehr grobe Kostenschätzung. Die Berechnung beinhalte weder Förderungen noch Inflationsraten, so Gumnior. Die Gemeinde bräuchte rund 1,2 Millionen Euro jährlich, um den Zustand der Straßen auf dem jetzigen Stand zu halten. Dabei seien frühzeitige Reparaturmaßnahmen, bevor größere Schäden entstünden, einer späteren Komplettsanierung vorzuziehen.

Um eine Maßnahmenreihenfolge der Straßensanierung zu erhalten, werden nun noch Kanal- und Leitungsarbeiten einbezogen, bei denen die Straßenoberfläche aufgemacht werden muss.

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