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Diskretion war nicht angebracht

Kommentar Von Claudia Stegmann
25.04.2018

Warum die Investoren der geplanten Saunalandschaft am Weicheringer Badesee besser selbst das Wort ergriffen hätten.

Nach der Absage an den Outdoor-Park am Weicheringer See vor neun Jahren ist jetzt auch die Sauna- und Fitnesseinrichtung vom Tisch. Die Mitglieder des Naherholungsvereins, dem das Gebiet gehört, wollen mit ihrem Naturkleinod weder bekannt noch berühmt oder reich werden. Sie wollen einfach nur ihre Ruhe haben – vor massenhaft Besuchern, die die Idylle zunichte machen und vor möglichem Ärger, der bei einem solchen Großprojekt nicht ausgeschlossen werden kann. Niemand in dem Verein – und vermutlich auch niemand, der sich regelmäßig dort zum Baden, Laufen oder Seele-baumeln-lassen aufhält – hat ein Interesse daran, den Standort zu vermarkten. Eine Aufwertung des Areals ist wohl für die allermeisten nicht vonnöten, schließlich ist es attraktiv, weil es so ist wie es ist.

Wenn es nun Menschen gibt, die glauben, ein gutes Konzept für das Naherholungsgebiet zu haben, dann darf man sie nicht von vorneherein verteufeln. Es ist ein Angebot, das man sich anhören sollte. Allerdings sollten die Investoren auch soviel Mumm haben, mit Name und Gesicht dahinter zu stehen. Schließlich möchten die Betroffenen doch wissen, ob sie es mit Profis oder Träumern zu tun haben! Einen Vertrauensvorschuss dürfen sie nicht erwarten. Deshalb wäre es angebracht gewesen, wenn die Geldgeber am Dienstag selbst ihr Projekt vorgestellt hätten, anstatt einen Boten vorzuschicken. Vielleicht wäre das Vorhaben dann nicht ganz so schnell vom Tisch gefegt worden.

Lesen Sie hier den Artikel dazu.

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