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Döllgast-Möbel: Chance nicht entgehen lassen

Döllgast-Möbel: Chance nicht entgehen lassen
Kommentar Von Dorothee Pfaffel
01.08.2019

Die Stadt hat die Chance, sich Möbel des Architekten Hans Döllgast zu sichern. Hoffentlich tut sie es auch.

Das Ganze klingt nach einem Dèjávu. Schon vor ein paar Jahren hatte die Stadt Neuburg die Chance, den Nachlass einer bedeutenden Künstlerin nach Neuburg zu holen: Josy Meidinger. Die Sache scheiterte an den geeigneten Räumlichkeiten – und letztendlich auch am unbedingten Willen. Nun gibt es wieder eine vielleicht einmalige Gelegenheit, die ungenutzt zu verstreichen droht.

Natürlich ist ein Museum oder eine Ausstellung etwas, das sich eine Stadt nicht unbedingt leisten muss. Doch sollte man nicht vergessen, dass Döllgast kein ganz Unbedeutender war. Immerhin ist er als Architekt zum Beispiel für die Rekonstruktion der Münchner Residenz und den Wiederaufbau der Alten Pinakothek verantwortlich gewesen. Und Roland Opschondek hat recht, wenn er sagt, dass es zum Thema Architektur in der Region wenig gibt. Hinzu kommt, dass Bernhard Gmehling keine Gelegenheit auslässt, Neuburg als Kulturstadt hervorzuheben. Diesen Worten sollten auch Taten folgen.

Kauf des Döllgast-Hauses ist unrealistisch

Gleichzeitig ist klar, dass die Kosten für ein derartiges Projekt bei einer 30.000-Einwohner-Stadt mit genug anderen Baustellen im Rahmen bleiben müssen. Das Döllgast-Haus zu kaufen, wäre eine schöne Idee, ist aber tatsächlich wenig realistisch. Dies wäre schlichtweg zu teuer. Stattdessen sollte man den Vorschlag, die Möbel im Stadtmuseum auszustellen, nicht gleich verwerfen. Das Publikum mag zwar ein anderes sein. Doch war der Flügel von Döllgast schon einmal temporär im Stadtmuseum zu sehen. Außerdem gibt es dort derzeit mehrere ungenutzte Räume. Die Wechselausstellungen, die dringend nötig sind, könnten in den zwei schönen, leeren Räumen im zweiten Stock abgehalten werden. In den Räumen im Erdgeschoss, die meist für Wechselausstellungen genutzt werden, könnte man die Döllgast-Möbel zeigen – sei es für ein paar Jahre oder dauerhaft.

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So würde man das Stadtmuseum für eine weitere Zielgruppe interessant machen und könnte die Döllgast-Möbel nach Neuburg holen. Und wer weiß, vielleicht findet sich ja irgendwann ein wohlhabender Döllgast-Liebhaber oder ein edler Sponsor, der Opschondeks Traum vom Döllgast-Haus doch noch Wirklichkeit werden lässt.

Lesen Sie dazu den Artikel "Döllgast-Möbel bald in Neuburg zu sehen?" von Dorothee Pfaffel.

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