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Karlshuld

10.03.2020

Doku-Reihe des BR: Die Woidboyz könnten auch bei Ihnen klingeln

Andreas Weindl, Ulrich Nutz und Bastian Kellermeier sind die Woidboyz. Per Anhalter reisen die Drei durch Bayern. 
Bild: Manfred Dittenhofer

Plus Das Bayerische Fernsehen dreht heute in Karlshuld. Einen Drehplan gibt es aber für die „Woidboyz“ nicht. Wer ihnen zufällig vor die Füße läuft, wird gefilmt.

Eigentlich wollten sie schon längst unterwegs sein. Aber das Wetter machte den Woidboyz einen Strich durch die Rechnung. Am heutigen Mittwoch machen sie sich auf den Weg. Die Woidboyz sind drei Kerle, die per Anhalter durch Bayern reisen, in Ortschaften durch die Straßen ziehen und Kontakt zu den Menschen suchen. Dabei filmen sie sich selbst und werden von einem weiteren Kamerateam begleitet. Das Einmalige an dem Konzept der Doku-Reihe ist, dass die drei keinerlei Planung haben und nichts vorbereiten.

Sollten also drei Männer am Straßenrand stehen oder an der Gartentür vorbeischlendern, sind das möglicherweise Andi, Uli und Basti. Die Drei beginnen ihre 19. Staffel am heutigen Mittwoch in Karlshuld. Wie es dann weitergeht, ergibt sich am Straßenrand. Wer anhält, bestimmt den weiteren Weg der Drei. So sammeln sie mit ihrem Team, Produktionsleiterin Eva Schatz, Kameramann Chris Mühlbauer und Tontechniker Andi Sorré, Geschichten.

Wo die Woidboyz in Karlshuld waren, wird am 23. April gezeigt

Zu verfolgen sind die Touren live auf Facebook und Instagram. Die Staffel läuft dann ab 23. April im Bayerischen Rundfunk. In fünf Folgen kann man dann sehen, was die Drei in zehn Tagen erlebt haben. Und das ist oft spannender als ein Krimi, lustiger als eine Komödie und auch manchmal trauriger als ein Drama. Denn die Drei erleben das richtige Leben. Und zeigen, wie spannend ganz normale Menschen von nebenan sein können.

Und wer jetzt denkt, es muss ganz schön schwer sein, überhaupt als Anhalter mitgenommen zu werden oder ins Gespräch mit wildfremden Menschen zu kommen, der täuscht sich. Denn eines erleben die drei Woidboyz andauernd: freundliche und offene Menschen. Wer weiß schon, wie man selbst reagieren würde, wenn es an der Haustür klingelt und sechs Fremde mit Kameras und Mikrofon vor der Tür stehen. Dieses Team aber trifft meist auf offene Türen. Bei den einen putzen sie sich die Zähne, bei den anderen bekommen sie eine Brotzeit oder planschen im privaten Pool. Andi hat sogar schon mal in einer fremden Badewanne gelegen. „Die Bayern sind richtig nett“, lacht der 38-Jährige.

Die Woidboyz reisen durchs Donaumoos per Anhalter

Eines aber ist fast immer der Fall. Interessante Menschen erzählen interessante Geschichten. Der Stadtrat im Schlafanzug, der Dekan, der früher Designer war „Interessant ist im Grunde jeder“, sagt Uli. Eigentlich wollten die Drei bereits am Dienstag ihre Tour starten. Aber das Wetter war ihnen einfach zu mies. Welches Transportmittel vorbeikommt, das ist ihnen vollkommen egal. Ob Traktor, Auto oder Lastwagen. „Wir sind auch schon im Heißluftballon und im Flugzeug mitgenommen worden“, berichtet Basti.

Die Woidboyz haben sich beim Studium der Medientechnik in Deggendorf kennengelernt und sind seither unzertrennlich. Seit 13 Jahren arbeiten sie für den Bayerischen Rundfunk. Und kommunizieren mit ihren Fans über Instagram, Youtube und Co. Und dank eines Tipps ihrer Fans kamen sie dieses Mal zu ihrem Startpunkt in Karlshuld. Denn Andi hatte einen Skiunfall und kann sich nur sehr eingeschränkt mit Krücken und Rollstuhl bewegen. So fragten die Drei ihre Fans, wo die Reise für Andi am einfachsten sei. Das barrierefreie und flache Donaumoos bot sich an und wurde vielfach vorgeschlagen.

Ob sich die Woidboyz allerdings lange in der Region aufhalten, kommt auf die Mitfahrgelegenheiten an. Also aufgepasst: Sollten Sie drei Anhalter am Straßenrand sehen, dürfen Sie schon mal Ihre Lebensgeschichte bereitlegen.

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