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Königsmoos-Klingsmoos

10.12.2019

Dorfladen Klingsmoos: So geht es weiter

Ein solches Vollsortiment soll es auch im Dorfladen in Klingsmoos einmal geben – die Frage ist nur, wann.
Bild: Armin Weigel, dpa

Auf die Euphorie für den Dorfladen folgte die Ernüchterung aufgrund einer Kostenexplosion. Was nun passiert.

Er soll die Bürger mit frischen Lebensmitteln versorgen. Menschen sollen sich in seinem Café treffen und austauschen können. Der Dorfladen in Klingsmoos ist eines der größten Projekte, mit dem sich die Gemeinde Königsmoos derzeit beschäftigt. An Engagement und Unterstützung fehlt es dem Dorfladen nicht. Innerhalb rund eines Monats waren die nötigen Anteile in Höhe von 50.000 Euro gezeichnet – das war im April dieses Jahres. Das damals optimistische Ziel: Ende 2020 sollte der Dorfladen mit seinen mehr als 2000 Artikeln, der Poststelle, dem Geldautomaten und dem Café eröffnen.

Doch im September erlitt die Hoffnung auf den Dorfladen einen herben Dämpfer. Als es darum ging, letzte Details für das Geschäft zu klären, explodierten die Kosten. Die gesamte Schätzung lag bei 814.000 Euro und damit fast doppelt so hoch wie nach den ersten Planungen. „Wir bewegen uns da in einer Größenordnung, die wir nicht einfach ohne Bauchschmerzen durchwinken können“, erklärte damals Bürgermeister Heinrich Seißler sichtlich enttäuscht.

Dorfladen Klingsmoos: So will die Gemeinde sparen

Was die Kosten vor allem nach oben schnellen ließ: Im Bereich der Parkplätze – zehn sollen entstehen – ist ein Bodenaustausch nötig, damit die Stellflächen von der Moorsackung so gut es geht verschont bleiben. Diese Maßnahme würde alleine über 100.000 Euro kosten. Rathauschef Seißler wollte das so nicht stehenlassen und setzte sich sowohl mit dem Arbeitskreis des Dorfladens als auch mit seinen Kollegen des Bauausschusses zusammen, um die Posten durchzugehen und nach möglichen Einsparungen zu suchen.

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In der Gemeinderatssitzung am Montag informierte er nun seine Kollegen über den aktuellen Stand beim Dorfladen. „Wir haben rund zehn Positionen gefunden, bei denen Einsparungen möglich sind“, gab er sich zuversichtlich. Beispielsweise würde ein Sandwichdach, gegen das sich die Gemeinderäte ursprünglich ausgesprochen hatten, bereits 10.000 Euro einsparen. Die Bürgervertreter hatten eigentlich für ein Ziegeldach gestimmt. Auch die Glasfront im Gebäude könnte um einiges kleiner ausfallen, erklärte Seißler. Insgesamt könne man zwischen 50.000 und 70.000 Euro einsparen. Die Gesamtsumme des Dorfladens läge dann jedoch noch immer weit über dem ursprünglichen Preis.

Dorfladen Klingsmoos: Eröffnung verschiebt sich wohl

Die Gemeinde will sich nun ein Angebot von einem Generalunternehmer vorlegen lassen. Wenn sich eine Firma um alle Posten kümmert, so die Hoffnung, könnten die Preise eventuell sinken. „Wenn wir das Angebot und eine neue Kalkulation haben, diskutieren wir wieder im Gemeinderat darüber“, informierte der Bürgermeister über die weiteren Schritte.

Fakt ist: „Wir können nicht an der Mietschraube drehen, weil das für den Laden von der Wirtschaftlichkeit her nicht mehr möglich wäre“, sagte Seißler am Montag. Zur Erinnerung: Die Gemeinde hat sich bereiterklärt, das Gebäude für den Laden zu bauen und es anschließend an die Betreiber zu vermieten. Dafür gibt es eine Förderung vom Freistaat. Für den Dorfladen bedeutet das, dass sich seine Eröffnung verschiebt.

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