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Norwegen

25.05.2015

Drei Männer aus Eichstätt und Donauwörth sterben bei Angelausflug

Vor der norwegischen Küste am Nordkap passierte am Samstagnachmittag das folgenschwere Bootsunglück.
Bild: Simon Ringler, Symbolfoto

In Norwegen sind drei Männer bei einem Bootsunglück gestorben. Nun wurde bekannt: Die Opfer stammen aus Eichstätt und Donauwörth. Unter ihnen ist auch der 3. Bürgermeister Eichstätts.

Unter den drei Männer, die am Samstagnachmittag bei einem Bootsunglück vor der Nordküste Norwegens ums Leben gekommen sind, ist auch ein Mann aus Donauwörth. Wie am Sonntag bekannt wurde, handelt es sich bei ihm um BRK-Kreisgeschäftsführer Erwin Rudolph. Die beiden anderen Opfer sind aus Eichstätt, darunter der dritte Bürgermeister der Bischofsstadt, Max Pfuhler.

Nach ersten Agenturmeldungen waren die Männer am Samstagabend mit ihrem gemieteten Fischerboot vor dem Nordkap gekentert. Das hatte die Polizei am Sonntag in Hammerfest mitgeteilt. Über die genaue Identität und den Herkunftsort der drei Männer war zunächst nichts bekannt. Die Opfer seien auf einem Angelausflug vor dem Nordkap gewesen. Bei der Suche mit einem Schiff und zwei Hubschraubern sei das gekenterte Boot gefunden worden. Es habe schwere See geherrscht, sagte der Kapitän des Seenot-Rettungsschiffes dem Sender NRK.

Wie der Eichstätter Kurier später meldete, handle es sich bei den Opfern um drei Männer aus Eichstätt. Sie waren mit mehreren Kameraden wie seit vielen Jahren beim Hochseefischen in Norwegen. Dem Vernehmen nach fuhren sie Samstagnachmittag mit einem Boot zum Fischen aufs Meer. Als sie am Abend nicht zurückgekehrt waren, verständigten die Kameraden die Polizei. Wie genau es zum Unfall kam, ist nicht bekannt. Wie es weiter heißt, habe das Auswärtige Amt den Unfall inzwischen bestätigt. Von der Berliner Behörde hieß es, „die deutsche Botschaft steht mit den norwegischen Behörden in Kontakt und bemüht sich unter Hochdruck um Aufklärung“.

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Max Pfuhler ist seit vergangenem Jahr 3. Bürgermeister von Eichstätt. Der 59 Jahre alte Sozialdemokrat sitzt seit 1996 im Stadtrat. Er hinterlässt seine Frau und drei erwachsene Kinder.

BRK-Kreisgeschäftsführer Erwin Rudolph ist 55 Jahre alt und hat ebenfalls drei Kinder. Sein Tod löste beim Roten Kreuz in Donauwörth große Betroffenheit aus. Erwin Rudolph ist seit 1978 aktives Mitglied beim Bayerischen Roten Kreuz und war bis zum Jahr 1984 als Rettungssanitäter und Ausbilder beim Kreisverband Eichstätt tätig. Dort ist er auch geboren. Obwohl er seit über 20 Jahren in Donauwörth lebt, hat er seine freundschaftlichen Kontakte in die Bischofsstadt aufrecht erhalten.

Seit 1984 ist er Kreisgeschäftsführer im Kreisverband Nordschwaben. Seine umgängliche und vor allem menschliche Art gegenüber den ehrenamtlichen Helfern sowie seinen hauptberuflichen Mitarbeitern wurde immer sehr geschätzt. Vor allem beim Bau der Rotkreuzhäuser in Nördlingen, Wemding und Monheim setzte Rudolph sich hartnäckig für das Gelingen der jeweiligen Bauvorhaben ein. Zudem sorgte er auch dafür, dass die Bereitschaft Oberndorf optimale Räume im Gebäude der Sparkasse erhielt. Beim Umbau des Rot-Kreuz-Zentrums „Am Mangoldfelsen“ bewies Rudolph Verantwortungsbewusstsein, so dass alle Mitarbeiter, ob Ehren- oder Hauptamtliche, eine komfortable wie auch angenehme Arbeitsstätte erhielten.

2009 wurde Erwin Rudolph in München für sein langjähriges Engagement zugunsten der Rotkreuz Bereitschaften mit dem Ehrenzeichen der Bereitschaften in Gold ausgezeichnet. dpa/nr

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