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30.07.2010

"Dreimal B": Zwei Jahre Weigert

Neuburg-Schrobenhausen Eine Bilanz der Arbeit der vergangenen zwei Jahre zog Landrat Roland Weigert. "Dreimal B" hieß das Motto einer zweistündigen Pressekonferenz, bei der auf das seit der Amtsübernahme 2008 Erreichte in den Bereichen "Bilanzen, Bildung und Bürgerservice" zurückgeblickt wurde. Zur Sitzung hatte Weigert neben seiner rechten Hand Willi Riß auch seine Abteilungsleiter und die Betriebsratsvorsitzende um sich geschart. Viele neue Erkenntnisse brachte die Konferenz nicht.

Aktuell war die Mitteilung, dass Weigert bei der Gründung des Zweckverbandes "Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt" am Mittwoch zum Vorsitzenden gewählt wurde. Die Landkreise Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt sowie die Stadt Ingolstadt wollen im Verbund den öffentlichen Nahverkehr nachhaltig fördern. Ein Gemeinschaftstarif, so Weigert, werde dabei ein entscheidendes Thema sein. Stellvertreter von Weigert sind Eichstätts Landrat Anton Knapp und Ingolstadts OB Dr. Alfred Lehmann, unter denen im Zwei-Jahres-Rhythmus der Vorsitz wechselt.

Ausgeprägter Bürgerservice

Dieser Punkt fiel unter die Rubrik "Bürgerservice". Dazu gehören auch die Zusammenführung der ARGE mit der Bundesagentur für Arbeit im Schwalbanger, die Schrobenhausener Dienste, die Zusammenführung der Touristinformation des Landkreises und der Stadt und die bewährten Bürgersprechstunden in den Gemeinden. "So viel Transparenz wie noch nie" erhalten die Kreisräte zudem durch das neue "Beteiligungsmanagement", das detailliert die Einzelheiten zu den 16 Beteiligungen des Landkreises auflistet. Deutlich optimiert wurden zudem die Arbeitsabläufe in der Zulassungsstelle. Ein Springersystem minimiere Wartezeiten deutlich. "Da gibt's keine Beschwerden mehr, das läuft wirklich gut", sagte Weigert. Nichtsdestotrotz braucht er für die Verwaltung mehr Platz: "Wir platzen aus allen Nähten." Als "Mutter aller Prozesse" bezeichnete er das Müllsystem. Hier werde dem Bürger die Teilhabe an der Politik ermöglicht. Sein Versprechen, den Bürger auf dem Weg zu einer brauchbaren Lösung mitzunehmen, sieht er damit eingehalten.

"Dreimal B": Zwei Jahre Weigert

Herausgestellt wurden unter den Begriffen "Bilanzen und Bildung" die seit 2008 deutlich gestiegenen Investitionen. 2010 betrugen sie über zwölf Millionen Euro, die zu 75 Prozent in die Instandhaltung und die Erweiterung der Schulen fließen. Von 1999 bis 2005 bewegten sich die Investitionen in einer Höhe zwischen 3,8 und 4,8 Millionen Euro. Unter Weigert wurde vor allem auch der Förderschulbereich in Angriff genommen. "Bei der Bildung gibt es auch in den nächsten Jahren kaum Kompromissmöglichkeiten", verdeutlichte der Landrat. Die Haushaltsführung mit einer Pro-Kopf-Verschuldung unter dem Landesdurchschnitt (Kreiskämmerer Klaus Hopp-Wiel: "Das Gespenst der Verschuldung ist bei uns nicht so Angst einflößend") sei solide. Mehr als moderat sei dabei die Erhöhung der Kreisumlage in den vergangenen zwei Jahren (plus 0,8 Prozentpunkte gegenüber einer Erhöhung der Bezirksumlage um 2,2 Prozentpunkte) gewesen.

Interessant zum Schluss die Ausführungen der Betriebsratsvorsitzenden Sonja Auer-Strobl. Dass der Landrat auch Mitarbeitersprechstunden führe, "freut uns". Die forcierte Möglichkeit der Teilzeitarbeit wird als ein "starkes Signal an die Familienplanung" gesehen. Außerdem gebe es neue Ausbildungsplätze, andere seien aufgestockt worden. Ohnehin habe sich der Umgang mit dem Personalrat unter Weigert verbessert. Es würden Themen angesprochen, die bislang noch kein Thema gewesen seien.

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