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Ausbildung

13.07.2018

Dringlichst gesucht: Bewerber

Allein in Ingolstadt fehlen 315 Bewerber: Die IHK macht darauf aufmerksam, wie schwierig es ist, an den dringen benötigten Nachwuchs zu kommen.
Bild: dpa

Laut IHK werden heuer so viele Lehrstellen wie noch nie nicht besetzt werden können

Bereits zwei Monate vor Beginn des Ausbildungsjahres ist nach Angaben der IHK für München und Oberbayern absehbar, dass in Ingolstadt eine Rekordzahl an Lehrstellen unbesetzt bleiben wird. Aktuell stehen den weiteren IHK-Angaben zufolge 765 unbesetzten Lehrstellen nur noch 450 Schulabgänger gegenüber, die noch keinen Ausbildungsplatz haben. Das gehe aus einer Statistik der Arbeitsagentur von Ende Juni hervor. Es fehlen also 315 Bewerber. Nochmal mehr – 26 Prozent – als vergangenes Jahr.

Fritz Peters, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Ingolstadt, sagt: „Aufgrund der guten Konjunktur gibt es ein ausgesprochen großes Angebot an Lehrstellen quer durch alle Branchen. Doch insbesondere kleine und mittlere Betriebe haben es von Jahr zu Jahr schwerer, den dringend benötigten Nachwuchs zu bekommen.“ Den bislang erfolglosen Bewerbern um einen Ausbildungsplatz stünden im Endspurt der Betriebe um die Azubis „noch viele Türen offen“, sagt Peters weiter. Viele Betriebe würden auch Schulabgängern mit weniger guten Zeugnissen eine Chance geben und bieten beispielsweise ausbildungsbegleitende Nachhilfe an. Peters ermutigt Schüler und Eltern daher, sich langfristig über die Karrierechancen einer Berufsausbildung zu informieren und Praktikumsangebote der Betriebe zu nutzen.

Gleichzeitig appelliert Peters an die Bildungspolitiker, „energischer für die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung einzutreten“. Er fordert: „Wir brauchen ein grundlegendes gesellschaftliches Umdenken. Dazu gehört, dass neben den wichtigen Investitionen in Hochschulen auch die Ausstattung unserer Berufsschulen mit den Erfordernissen unserer Zeit Schritt hält und entsprechend modernisiert wird. Außerdem müssen attraktive Ausbildungsformate für Abiturienten wie das duale Studium noch bekannter werden.“

Die Arbeitsagenturzahlen beziehen sich auf alle Bereiche der beruflichen Bildung. Davon ist in Ingolstadt der der IHK, mit aktuell über 3100 Azubis in den Berufen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen, der größte. (nr)

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