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Neuburg-Schrobenhausen

06.08.2018

Drohnen als Hilfe für die Feuerwehr

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2 Bilder
Klein, aber oho. Mit stabilisierter Kamera kann das Fluggerät vorher programmierte Punkte umkreisen und die Kamera immer darauf gerichtet lassen. Sie kann aber auch Suchraster abfliegen.
Bild: Manfred Dittenhofer

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen setzt die Feuerwehr inzwischen zwei Drohnen ein. Wie die Fluggeräte die Menschen unterstützen und das Risiko minimieren können.

Alexander Bauer konzentriert sich auf den Bildschirm. Wo? Wo nur könnte sich die gesuchte Person befinden? Eine kleine Korrektur am linken Mini-Joystick und die Bilder auf dem Schirm verändern sich. Der Bildschirm ist auf einer Fernsteuerung montiert, auf die sich der Kreisbrandmeister konzentriert. Neben einem normalen Kamerabild sieht man auch eine bunte Farbaufnahme, die von der Wärmebildkamera stammt. Und als drittes ein Karten-Display. Das Display zeigt mit einem Symbol in der Mitte, wo sich die Drohne gerade befindet.

Drohnen liefern den Feuerwehren in Neuburg-Schrobenhausen Informationen zum Einschätzen der Gefahr

Bauer ist Leiter der Unterstützungsgruppe der Feuerwehren im Landkreis und damit Herr über zwei Drohnen, die mannigfaltig bei den unterschiedlichsten Einsatzarten wertvolle Hilfe leisten können. Zum Beispiel eben auch bei einer Personensuche. Die Drohnen sind so programmierbar, dass sie auf vordefinierten Gebieten Suchraster abfliegen. Der Blick von oben hilft dabei, so einiges schnell zu klären. Etwa bei einem Brand. Überall dort, wo die Einsatzleitung einen schnellen Überblick braucht, sind die Drohnen gefragt. Kreisbrandmeister Tobias Gebauer ist einer der Drohnenpiloten, von denen die Unterstützungsgruppe inzwischen sechs ausgebildet hat. Gebauer war bis Juli 2017 Leiter der Unterstützungsgruppe, die seither Bauer führt. Bauers Vorgänger erinnert sich an das eingestürzte Dach eines Supermarktes in Schrobenhausen. „Damals wäre ein Überblick von oben nicht nur hilfreich gewesen, sondern auch absichernd für die Einsatzkräfte.“ Und beim brennenden Tankzug südlich von Schrobenhausen hätte man mit Hilfe einer Drohne schnell erkennen können, ob Kraftstoff austritt, ohne dass sich Feuerwehrleute in Gefahr begeben hätten müssen.

Die Drohnen sind seit Februar 2018 im Einsatz. Obwohl die Piloten keine extra Ausbildung oder gar einen Flugschein benötigen – die Drohne liegt unter der Gewichtsgrenze von fünf Kilogramm –, haben alle Piloten beim Hersteller in Regensburg eine eintägige Einführung in die Handhabung der Drohnen erhalten.

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Drohnen sind optimal bei Bränden und bei der Personensuche

Zwei verschiedene Drohnen kommen bei der Unterstützungsgruppe zum Einsatz. Die kleinere weiße ist mit einer normalen Kamera ausgestattet und wird hauptsächlich für das Training der Piloten verwendet. Die größere schwarze Drohne hat zusätzlich zu einer normalen Kamera auch noch eine Wärmebildkamera an Bord. Damit sei das Fluggerät optimal bei Bränden wie auch bei der Personensuche einsetzbar, sagt Bauer. Technisch sind die Drohnen einfach zu handhaben. Sie fliegen vorher programmierte Strecken und Suchraster. Und sie können einen programmierten Schauplatz umkreisen und so schwer zugängliche Einsatzplätze von allen Seiten sichtbar machen. Geht ihnen der Strom aus, kehren sie selbstständig zum Startplatz zurück. Dort kann der Akku schnell gewechselt werden.

Seit Juni sind die Drohnen einsatzbereit und das Personal in einer Unterstützungsgruppe geschult. Auch im Landratsamt stehen Drohnenpiloten zur Verfügung. Bauer sieht die Drohnen als echte Bereicherung bei jeder Art von Einsätzen. „Die fliegenden Kameras verschaffen einen schnellen Überblick, ohne dass Menschen sich in Gefahr begeben müssen.“

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