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Ehekirchen
15.09.2021

Kläranlage in Ehekirchen wird teurer

Es geht vorwärts: So sieht der Neubau der Kläranlage Ehekirchen momentan aus der Luft aus.
Foto: Fa. Heuchel (Archiv)

Eigentlich ist die Kläranlage in Ehekirchen fast fertig. Aber Verzögerungen durch Probleme mit der Baugrube erhöhen die Kosten. Jetzt war der Neubau nochmal Thema im Gemeinderat.

Der Bau der neuen Kläranlage in Ehekirchen schreitet voran. Allerdings sind die ursprünglichen Gesamtkosten von rund 6,9 Millionen Euro für das neue Bauwerk noch einmal gestiegen, wie Stefan Steinbacher vom gleichamigen Ingenieurbüro den Gemeinderäten am Dienstagabend erläuterte.

Der Neubau schreite gut voran, rund 85 Prozent seien bereits fertigstellt, berichtete Steinbacher. „Das Labor ist installiert, ebenso wie Messtechnik und Maschinen.“ Die Außenanlagen sowie Verkehrswege fehlten noch. Nun habe sich die Fertigstellung des Projekts aber um gut ein Jahr verschoben. „Der Grund ist die anfängliche Baugrubenproblematik“, so der Ingenieur. Die Umarbeiten des Aushubs hätten die Verzögerung herbeigeführt. Nun seien Nachforderungen zweier Firmen eingegangen, die sich zusammen auf gut 100.000 Euro belaufen. Neben der Verzögerung sei auch die Corona-Pandemie für die Kostensteigerung verantwortlich. „Die Firmen rechtfertigen sich natürlich auch mit einer generellen Preissteigerung“, so Steinbacher weiter.

Kosten steigen um gut 100.000 Euro für Kläranlage in Ehekirchen

„Trägt das Materialbeschaffungsrisiko nicht der Unternehmer?“, wollte Thomas Bednarz (Freie Wähler) wissen? „Die vertragliche Zeit konnte nicht eingehalten werden. Die Diskussion darum, was gerechtfertigt ist, gibt es immer“, antwortet Steinbacher. „Dann brauchen wir gar nicht mehr ausschreiben“, meinte Paul Kammerer (Freie Wähler). Die Verantwortung liege stets beim Bauherren, in diesem Fall bei der Gemeinde, so Bürgermeister Günter Gamisch (Freie Wähler). Ob man den „Covid-Ball“ nicht irgendwie weitergeben könne, wollte Kammerer wissen. „Ich kenne leider keinen Topf, den man anzapfen kann“, sagte Steinbacher. Die Frage, wie es zu dieser Verzögerung kommen konnte, stellte Michael Funk (CSU). „Bei der Besichtigung letztes Jahr war keine in Sicht. Wie kommt es also?“ Geschuldet sei dies dem Zeitplan, der sich neu ergeben habe, sagte Steinbacher. „Da müssen Sie uns als Firma aber rausnehmen, weil wir uns weder um Statik noch um Baugrund gekümmert haben.“ In nicht öffentlicher Sitzung wurden die Mehrkosten schließlich vom Gremium abgesegnet.

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