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Ehekirchen

22.07.2019

Ehekirchen wird Pfarrer Thomas Brom sehr vermissen

Mit Pauken und Trompeten holte die Blaskapelle Ehekirchen Pfarrer Thomas Brom am Pfarrhof ab, um mit 21 Feuerwehr- und Vereinsfahnenabordnungen sowie rund 80 Ministranten zur Kirche zu marschieren.
Bild: Doris Bednarz

Gefühlvolle Verabschiedung von Pfarrer Thomas Brom. Er verlässt nach elf Jahren die Pfarrei Richtung Allgäu. Sein Nachfolger war bei der Abschiedsfeier dabei. 

Nach elf Jahren „Amtszeit“ verlässt der beliebte Pfarrer Thomas Brom Ehekirchen und übernimmt ab September die Pfarreiengemeinschaft Babenhausen im Allgäu. Gefühlvoll nahmen seine Ehekirchener am Sonntag Abschied von ihm. Zum Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Stephanus waren neben Regionaldekan Werner Dippel, Pfarrer Dr. Gerhard Höppler, Broms Nachfolger Vinson Nirappel, Staatssekretär Roland Weigert, die Ehekirchener Bürgermeister, Gemeinderäte, Kreisrätin Maria Lang, zahlreiche Ehrengäste und natürlich viele Ehekirchener gekommen, um sich von Thomas Brom zu verabschieden. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst vom Frauenchor und dem Organisten Christian Zimmerer. Mit Pauken und Trompeten hatte ihn die Blaskapelle Ehekirchen am Pfarrhof abgeholt, um mit 21 Feuerwehr- und Vereinsfahnenabordnungen und rund 80 Ministranten zur Kirche zu marschieren.

Pfarrer Brom kümmerte sich in Ehekirchen um seine Herde und suchte verlorene Schafe

Werner Dippel begann den Gottesdienst mit ein Zitat von Papst Franziskus: „Seid Hirten mit dem Geruch der Schafe.“ Sich um seine Herde kümmern, verlorene Schafe suchen, den Schwachen beistehen, aber auch die Richtung vorgeben. Thomas Brom hatte diesen Stallgeruch der Schafe, er war mittendrin, war für seine Schafe da. „Sie werden dich vermissen, dein offenes Ohr, deine aufgeschlossene Art, die Herzlichkeit und deine Unkompliziertheit“, prophezeite Dippel. Nach dem Festgottesdienst verabschiedeten sich die Böllerschützen aus Schainbach und Schönesberg mit einem Salut.

Auch viele kleine Hände musste Pfarrer Thomas Brom zum Abschied in Ehekirchen schütteln.
Bild: Doris Bednarz

In der Mehrzweckturnhalle der Schule begrüßte Pastoralratvorsitzende Wally Schmid nach dem Mittagessen die Gäste und bat die Jüngsten vom Kindergarten St. Stephanus auf die Bühne, die sich in Gedicht- und Liedform und mit einer Rose von Thomas Brom verabschiedeten. Seine evangelische Kollegin Cornelia Dölfel war ebenfalls traurig. Thomas Brom war mit viel Freude da und zwar mit und für die Menschen.

Ehekirchen wird Pfarrer Thomas Brom sehr vermissen

Der Landrat wünschte Pfarrer Brom, dass er im Allgäus auch die Landschaft erkunden wird

„Jeder Abschied geht mit Wehmut einher“, sagte Landrat Peter von der Grün, der sich bei Thomas Brom für seine elfjährige Amtszeit bedankte. Er wünschte Brom, der in Neuburg geboren und dort 2003 seine Primiz feierte, dass „er in Babenhausen die neuen Herausforderungen meistern und als Naturliebhaber die Wanderwege im Allgäu erkunden wird“.

Mit einem Zitat von Mutter Teresa „Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist“ begannen die Abschiedsworte von Bürgermeister Günter Gamisch. Er bescheinigte dem Geistlichen großen Einsatz und Hingabe. „Ich erinnere mich noch genau an unsere erste Begegnung: ein sympathischer junger Mann stand in Jeans und weißem T-Shirt im Rathaus“, erinnerte sich Gamisch und spürte sofort die positive Ausstrahlung. Er attestierte Brom Teamgeist, Vertrauen und Verlässlichkeit. Brom wirkte beim Kindergartenneubau mit, setzte sich dafür ein, dass die Kirche die Trägerschaft für beide Kindergärten übernahm. Er plante die Nutzungsänderung und Einweihung des Gemeinschaftshauses mit und wurde 2009 zum 1. Vorsitzenden des Familienhilfevereins gewählt, um nur einige seiner Initiativen zu nennen. Der Kindergarten „Wirbelwind“ aus Walda schenkte ihm zum Abschied eine Holzbank zum Ausruhen und sang „Wie schön, dass du bei uns gewesen bist“.

Es müssen wohl über 1000 Hände gewesen sein, die Pfarrer Brom schütteln musste

In der Turnhalle konnte sich zum Schluss jeder von Pfarrer Thomas Brom verabschieden. Gefühlt müssen es wohl über 1.000 Hände gewesen sein, die der beliebte Pfarrer geschüttelt hat.

Pastoralratsvorsitzende Wally Schmid gab ihm noch mit auf den Weg „auf sich zu achten und vor allem auf seine Pfarrhausfrau Marianne Lang zu hören“. Die letzten Worte gehörten natürlich Pfarrer Thomas Brom: „Ehekirchen wird immer einen festen Platz in meinem Herzen haben“.

Mit Regionaldekan Werner Dippel (Mitte) hielten neben Thomas Brom (rechts) auch Pfarrer Dr. Gerhard Höppler (links) und Broms Nachfolger Vinson Nirappel (2. von links) den Festgottesdienst.
Bild: Doris Bednarz

Kaplan Vinson Nirappel (35 Jahre), der der Ordensgemeinschaft der Vinzentiner angehört, wird der neue Pfarrer von Ehekirchen. Der in Indien im Bundesstaat Kerala geborene und aufgewachsene Pfarrer hat vier Geschwister, zwei davon arbeiten in Deutschland. Von 2009 bis 2014 studierte er Theologie in Augsburg. Anschließend wurde er in Kerala zum Priester geweiht. Nach einer zweijährigen Arbeitszeit in Indien kehrte er 2016 nach Deutschland zurück, seit vergangenem September arbeitet er sich in Ehekirchen ein.

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