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19.01.2015

Ein Double für den Fall der Fälle

Führen die Neuburger Burgfunken in ihrem Jubiläumsjahr an: Prinzessin Vivien I. und Prinz Stefan I.
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Führen die Neuburger Burgfunken in ihrem Jubiläumsjahr an: Prinzessin Vivien I. und Prinz Stefan I.
Bild: Habermeier

"Sicherheitskonzept" beim Handwerkerball ging auf. Einige Maßnahmen griffen sogar besonders gut

Die jüngsten Ereignisse und das wachsende Gefahrenpotenzial auch für die Große Kreisstadt Neuburg ließen den Veranstaltern des Handwerkerballes keine andere Wahl: Sie riefen Sicherheitsstufe 1 aus, erstellten ein durchgängiges Sicherheitskonzept und bestellten zwei Profis, die im Kolpinghaus dafür zu sorgen hatten, dass sich die Gäste sicher fühlen konnten. Die Rechnung ging auf. Viele fühlten sich gleich so gut aufgehoben, dass sie bis in die frühen Morgenstunden blieben, ehe sie sich beschwingt auf den Heimweg machten.

Zu dem Ball, der mit rund 350 Besuchern ausverkauft war, kamen Vertreter der Stadtpolitik mit OB Bernhard Gmehling an der Spitze, hochrangige Vertreter aus der Wirtschaft, von Ämtern und Behörden und natürlich des goldenen Handwerks. Wer im Saal keinen Platz mehr gefunden hatte, der konnte auf der Empore den Ausblick genießen. Bei so vielen Menschen hatte der bestellte Sicherheitsdienst natürlich alle Hände voll zu tun. Jeder einzelne Gast musste sich vor Eintritt in den Saal einer Leibesvisitation unterziehen. Sepp Egerer – unter den dunklen Anzugträgern gut getarnt im schwarzen Frack – tastete die männlichen Besucher ab. Seine Kollegin Olga – mit finsterem Blick und bewusst auffällig verpackt in Schürze und Kopftuch – kümmerte sich um die elegant gekleideten Damen.

Im Kolpingsaal klärte schließlich Kreishandwerksmeister Hans Mayr die Ballbesucher über das erarbeitete Sicherheitskonzept auf. Zu dem gehörte – für den Fall der Fälle – auch ein Double (Sepp Egerer) des stattlich gebauten Bauunternehmers. Während beim Bauchumfang tatsächlich täuschende Ähnlichkeit bestand, fehlte es allenfalls einige Zentimeter an der passenden Größe. Mayr wies auch darauf hin, dass die fleißige Hauptorganisatorin Petra Reiter schon in der Vorbereitung einige Sicherheitsaspekte berücksichtigt hatte. Außerdem hätten sich mit Neuburgs Feuerwehrchef Christian Braun und Kommodore Oberst Frank Gräfe (gerade aus Afghanistan zurück) auch einsatzerprobte Experten unter die Gäste gemischt.

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Damit mögliche Ängste schnell verfliegen konnten, hatten die Gastgeber mit der Formation „Chlorfrei“ eine Neuburger Band engagiert, die schnell dafür sorgte, dass die Besucher in beste Stimmung und vor allem zahlreich auf die Tanzfläche kamen. Endgültig auf andere Gedanken wurden sie schließlich durch die Burgfunken gebracht. Im Jahr ihres 60-jährigen Bestehens sind sie nicht nur zahlenmäßig eine überaus starke Truppe. Ob Prinzenpaar, Gardetänzer und -mädels, Showtänzer und -tänzerinnen oder der erheiternde Elferrat: „Neuburg kann stolz auf seine Faschingsgesellschaft sein. Das gezeigte Niveau heute Abend war absolute Spitze“, lobte der Kreishandwerksmeister am Ende des rund einstündigen, beeindruckenden Auftritts.

Ab da hatte bereits beste Stimmung die Regie des Abends übernommen. In dessen Verlauf suchten aber doch immer wieder und am Ende immer mehr den Schutz der Dunkelheit in einem Nebenraum des Kolpinghauses. Gott sei Dank war dort dafür gesorgt, dass Damen wie Herren etwas zur Beruhigung einnehmen konnten, das gleichzeitig noch mehr Laune machte.

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