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Donaustrand

22.03.2012

Ein Hauch von Südsee

Noch gibt es kaum Sitzgelegenheiten am Donaustrand in der Ringmeierbucht, Selbstversorgung ist noch angesagt. Nach Plänen der Jungen Union soll sich das aber ändern. Die Nachwuchspolitiker wollen hier einen kleinen Kneipenbetrieb einrichten.
Bild: Sebastian Hofmann

An der Ringmeierbucht soll es bald eine Bar mit Tischen und Hockern geben. Ob das Projekt der Jungen Union aber noch dieses Jahr umgesetzt werden kann, ist unklar

Ein Hauch von Südsee, vielleicht auch etwas wie an den Landungsbrücken auf St. Pauli: So könnte es bald am Neuburger Donaustrand sein. Denn der Traum vieler Jugendlicher von einer Bar ist der Verwirklichung einen großen Schritt näher gekommen. In einem Gespräch haben Neuburgs Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling und der neue Vorsitzende der Jungen Union (JU), Gerd Schneider, die zukünftige Marschrichtung abgesteckt. So soll die neue Bar ein mobiler Ausschank-Hänger werden, in dem alkoholfreie Getränke und leichtere Biersorten ausgeschenkt werden. Außerdem soll es am Donaustrand auch Sitzgelegenheiten geben. Ob das Projekt dieses Jahr noch realisiert werden kann, steht allerdings in den Sternen. Gerd Schneider: „Ich hoffe zwar, dass es so schnell wie möglich was wird. Aber ich bezweifle, dass wir es für diesen Sommer noch hinbekommen.“

Die Idee einer Strandbar an der Ringmeierbucht stammt aus einer Podiumsdiskussion, zu der die Junge Union vor einigen Monaten geladen hatte. Die Wünsche und Träume der Neuburger Jugend ihre Heimatstadt betreffend, wurden dabei diskutiert. Allerdings hatten sich zum Termin nur wenige Jugendliche eingefunden, dafür waren Vertreter der JU anwesend und diskutierten mit den Entscheidungsträgern der Stadt.

Ihre Anliegen stützten die Nachwuchspolitiker auch auf eine Internetumfrage, die sie im sozialen Netzwerk Facebook gestartet hatten. Darin äußerte die Jugend vermehrt den Wunsch nach einem Ausbau des Donaustrandes. Eine Cocktailbar etwa wäre wünschenswert.

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Ein Betreiber für solch eine Einrichtung hat sich schon gefunden. Es handelt sich um einen jungen Neuburger Gastronom, der einen Schnellimbiss betreibt. Hauptsächlich am Wochenende – in den Schulferien aber auch darüber hinaus – möchte er die Sonnenbadenden an der Donau mit Getränken versorgen. „Es ist auch angedacht, einen Pizzalieferdienst an den Donaustrand einzurichten“, erklärt JU-Chef Gerd Schneider.

Derartige Feierplätze abseits vom Schuss bergen nicht selten zwei Quellen für Ärger: Müll und Lärm. Deswegen hatte Schneider auch schon einen Ortstermin mit Bauhof-Chef Josef Polli. Dieser habe zugestimmt, den vorhandenen Mülleimer öfters leeren zu lassen. Außerdem steht zur Diskussion, ob nicht ein größeres Abfallbehältnis angebracht wird.

Für die Ordnung auf dem Platz wird aber auch der potenzielle Ausschank-Betreiber in die Pflicht genommen. Schneider: „Er hat versprochen, sich um die Sauberkeit zu kümmern.“

Bleibt noch das Thema Ruhestörung. Hier hat OB Gmehling vorgesorgt und den Bar-Betrieb von 1. Juni bis 30. September bis 22 Uhr beschränkt. „Das ist in Ordnung. Wir müssen schließlich auf die Anwohner und Camper Rücksicht nehmen“, findet Gerd Schneider. Für Ruhe wird auch der kommunale Ordnungsdienst sorgen. Denn: Das Verhältnis zwischen KOD und Jugendlichen sei seit kurzem wieder besser, wie Schneider sagt. „Ein KOD-Mitarbeiter, der längere Zeit ausgefallen war, tut wieder seinen Dienst und seitdem sind mir keine Beschwerden mehr zu Ohren gekommen“, so Schneider.

Wenn der willige Wirt geeignetes Personal für seine Bar findet, könnte es vielleicht dieses Jahr noch klappen mit dem Südsee-Erlebnis an der Donau.

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