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Tradition

26.07.2020

Ein Lebenszeichen der Kulturstadt Neuburg

In die Neuburger Sommerakademie gestartet sind gestern die Musiker mit ihren Dozentinnen und Lehrern (vorne), willkommen geheißen von Kulturamtschefin Marieluise Kühnl und Kulturreferentin Gabriele Kaps (zweite Reihe, 2. und 3. von rechts).
Bild: Winfried Rein

Plus 42. Neuburger Sommerakademie im schmalen Format eröffnet. 230 Teilnehmer lernen in 25 Kursen. Es gibt Freiluftkonzerte auf dem Karls- und Schrannenplatz.

Eröffnung im Kleinformat, zwei Drittel weniger Kursteilnehmer, keine Kinder und Jugendlichen – die Neuburger Sommerakademie ist heuer zusammengeschrumpft. Aber sie findet statt. Die Dozenten und 230 Teilnehmer in 25 Kursen freuen sich auf ein Zeichen für das nur langsam wieder aufkeimende Kulturleben.

„Wir sind sehr glücklich, dass Sie da sind“, verbeugte sich Kulturamtsleiterin Marieluise Kühnl vor den Gästen. „Ich bin wirklich sehr, sehr froh, dass es zu diesem Sommer-Happening gekommen ist“, sagte Leiterin Xenia Löffler den Spezialisten und Studenten für Alte Musik. Im Innenhof der Volkshochschule trafen sie sich am Sonntag zu einem kleinen Auftakt.

Die Studentinnen sind am Sonntag eingetroffen, immerhin 25 Kurse in Musik und Bildender Kunst sind belegt.
Bild: Winfried Rein

In Vhs und Kongregationssaal begrüßte auch Stadträtin Gabriele Kaps auf Englisch und Deutsch die Teilnehmer. „Die Stille war nicht schön“, sagte die neue Kulturreferentin, „aber jetzt kehrt das Leben langsam wieder zurück.“ Den Gesangsschülerinnen von Emma Kirkby versprach Dozentin Xenia Löffler sogar, dass sie „Gänsehaut“ beim Erleben der Saalakustik bekommen würden. Sie selbst habe seit dem 9. März kein Konzert mehr gespielt und freue sich nun ungemein auf die gemeinsamen Tage in Neuburg. Alle Beteiligten bedankten sich beim Kulturamt mit Marieluise Kühnl und Marina Gloßner für die mühevolle Vorbereitung im Spannungsfeld zwischen Hygieneauflagen und Kunsterleben.

Schmalausgabe der Neuburger Sommerakademie könnte einige interessante Neuheiten bringen

Die Schmalausgabe der Neuburger Sommerakademie könnte einige interessante Neuheiten bringen. So spielen die Musiker am Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils ab 19.30 Uhr auf dem Schrannen- und Karlsplatz gleichzeitig für jedermann. Passanten sollen zu Konzertzuhörern werden. Das Teilnehmerkonzert am Freitag findet in der Hofkirche statt und ist weitgehend den Aktiven vorbehalten.

Ansonsten wird sehr viel mit Videoaufzeichnungen gemacht. Auf Youtube kann man Auftritte von Akademie-Teilnehmern finden, es gibt zwei Online-Kurse und auch der renommierte Biagio-Marini-Wettbewerb läuft digital. Kunst und Kultur soll in diesen Ferientagen in Neuburg zu sehen und zu hören sein, „aber passen Sie auf, dass niemand krank wird“, appelliert das Kulturamt an alle Beteiligten.

Auch die 42. Auflage des „schönsten Kreativurlaubs Deutschlands“ soll stimmungsvoll ablaufen. Dass sie überhaupt stattfinden könne, sei eine Botschaft nach draußen, findet Oberbürgermeister Bernhard Gmehling in seiner Videobotschaft.

Die Akademie werde von Idealismus und vielen unzähligen Helfern getragen“, weiß der OB und bedankte sich bei allen Beteiligten. Sie leisteten einen nicht erheblichen Beitrag dafür, „dass Neuburg seinem Ruf als Kulturstadt immer wieder aufs Neue gerecht wird.“

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