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Weichering

24.11.2017

Ein Ort zum Lernen und zum Wohlfühlen

Frisches Grün statt tristes Grau: so sieht die sanierte Schule von außen aus.
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Frisches Grün statt tristes Grau: so sieht die sanierte Schule von außen aus.
Bild: Silke Federsel

In Weichering wird generalsanierte Grundschule feierlich eingeweiht. Viel Lob gab’s für den Mut der Gemeinde zur Investition.

Es war ein langer Weg, bis die frisch sanierte Weicheringer Grundschule feierlich eingeweiht werden konnte. Davon berichteten bei der Einweihungsfeier auch die Kinder der 4. Klasse in einem lustigen Reim. Doch die jahrelange Planungsarbeit habe sich gelohnt, wie sie nicht ohne Stolz reimten: „Wir sagen Dank für die Mühe und das viele Geld. Denn nun haben wir die schönste Schule der Welt“.

Auch Bürgermeister Thomas Mack ließ die vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren. Von 1974 bis 1976 wurde die Schule gebaut. Den Platz hätte man damals schon vorausschauend ausgesucht, denn so hatte die Schule genügend Möglichkeiten bekommen, zu wachsen und sich auszubreiten. „Das war eine wegweisende Entscheidung“, erklärte er. Auch wenn man es der alten, in die Jahre gekommenen Schule von außen zuletzt nicht mehr angesehen habe. Als sie errichten wurde, sei sie ein „Vorzeigeprojekt im Landkreis“ gewesen, sagte Mack.

„Ein Neubau wäre nicht billiger gewesen“

Von der großzügigen Bauweise profitieren die Weicheringer Lehrer und Schüler bis heute. Denn die Gemeinde hatte sich gegen einen kompletten Abriss und für eine aufwendige Sanierung entschieden. Nicht leicht sei diese Entscheidung gewesen, erklärte Mack, dennoch sei man froh, so gehandelt zu haben. Denn bei einem Neubau hätte die staatliche Förderung nur relativ kleine Klassenzimmer mit 54 Quadratmetern vorgesehen, nun können sich alle weiterhin über 72 Quadratmeter große Räume freuen. „Ein Neubau wäre auch nicht billiger gewesen“, meinte Thomas Mack. Die kleineren Klassenzimmer wären gerade für große Klassen „eine Zumutung“ gewesen. Schmuckstück neben den komplett sanierten Außenanlagen und einem neuen Allwetterplatz ist natürlich auch die wesentlich größere und topmoderne Turnhalle, die auch von den Ortsvereinen kräftig genutzt wird.

Im Frühling vor einem Jahr begannen die Arbeiten zur Generalsanierung. Die Klassen zogen in Container um, Sport war zeitweise nur im Freien möglich, da an der neuen Turnhalle gebaut wurde. Insgesamt habe die Schulsanierung rund 5,9 Millionen Euro gekostet, 2,5 Millionen erhielt die Gemeinde an Fördermitteln. Doch die Investitionen haben sich gelohnt, wie Bürgermeister Mack erklärte: „Wir haben nun ein Spitzengebäude, da brauchen wir uns wirklich nicht verstecken“.

„Eine Investition für die Zukunft“

Architekt Wolfgang Obel lobte die Bereitschaft der Gemeinde, große Summen in die Hand zu nehmen und mit der Schule eine Investition für die Zukunft zu leisten. Der Platz sei wunderbar, da sich das Haus für Kinder in direkter Nachbarschaft zur Schule befinde. „Ein wohlbehütetes Kinderdorf“ hätten die Weicheringer an diesem Ort geschaffen.

Auch der stellvertretende Landrat Alois Rauscher beglückwünschte die Gemeinde in seiner Ansprache zur Entscheidung. „Eine tolle Anlage“ sei da entstanden. Dass man ein Sechs-Millionen-Projekt in die Hand genommen habe, zeuge vom „Mut und Weitsicht“ der Gemeinde und den Verantwortlichen.

Schulleiterin Hedwig Voitle freute sich, dass viele Wünsche der Schulfamilie beim Neubau erfüllt wurden. Froh zeigte sie sich vor allem darüber, dass man die großen Klassenzimmer behalten durfte.

Nach dem großen Festakt am Vormittag hatten am Nachmittag alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, vorbeizuschauen und die frisch sanierten Räume zu inspizieren. Für die Öffentlichkeit wird die Schule am Sonntagnachmittag noch einmal ihre Pforten öffnen.

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