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Jubiläum

14.04.2018

Ein Prosit auf den 10. Geburtstag

„Cassablanka meets Kabarett“: Anstoßen auf das erste Konzert in der Gaststätte Wolfersberger in Oberhausen am 8. März 2009: (von links) Valentina Kinzel, Sylvia Großnick, Arnold Kinzel, Kabarettistin Marita Hitzler, Alexander Großnick, Dominik Bockelt und Alexander Fuchs.
Bild: Sabine Großnick

Das Salon- und Jazzorchester Cassablanka hat am 28. April Grund zum Feiern. Wie das Ensemble entstanden ist

Es war ein weiter Weg, bis das Salon- und Jazzorchester Cassablanka in der heutigen Formation gestanden war. Keiner weiß das besser als der Gründer dieses Ensembles, Alexander Großnick. Bis Mitte 2009 war er nämlich noch Dirigent der Blaskapelle Oberhausen. Eine Anfrage von Bürgermeister Fridolin Gößl sollte dann den Stein ins Rollen bringen.

Gößl fragte Großnick, ob er nicht bei der Eröffnung der „Lebensräume“ in Oberhausen die musikalische Gestaltung übernehmen könnte. Er sagte zu. „Doch Blasmusik passte meiner Meinung nicht zu diesem Anlass,“ entschied Großnick und da er ein begeisterter Sammler alter Noten ist, sprach er Valentina Kinzel (Klavier) und Alexander Fuchs (Bass) an, alte Kaffeehausmusiknoten in die Realität umzusetzen. Er holte noch seine Tochter Sylvia ins Boot (Klarinette) und das Quartett, das sich damals „Unterhauser Kaffeehausmusik“ nannte, erntete mit alten Schlagern wie „Das Fräulein Gerda“ oder „Ich steh mit Ruth gut“ viel positive Resonanz für seine Premiere am 25. April 2008.

Das spornte an, weiterzumachen. Flugs wurde Valentina Kinzels Sohn Arnold (Trompete) integriert, und als man erkannte, dass der Rhythmus fehlte, ergänzte Dominik Bockelt aus der Neuburger Stadtkapelle die Band zum Sextett. „In dieser Formation“, erinnert sich Großnick, „gaben wir am 8. März 2009 in der Gaststätte Wolfersberger in Oberhausen unser erstes Konzert, zusammen mit der Kabarettistin Marita Hitzler.“

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Die Gruppe brauchte nun einen zugkräftigen Namen. Der entwickelte sich aus einem spaßigen Gespräch bei einer Bandprobe. Der Schüler Arnold Kinzel meinte dabei lapidar, er könne sich keinen Smoking für die Auftritte leisten und Großnick konterte: „Aha, cassa blanka, fehlt also das Geld!“ Auf diese Weise entstand der inzwischen gut bekannte Markenname „Salonorchester Cassablanka“.

Durch viele Wechsel von Musikern veränderte sich im Laufe der Jahre die Besetzung und das kleine Orchester wurde 2010 zum Septett, als Christian Rehm (Posaune) dazustieß und Peter von der Grün (Klarinette und Altsaxophon) Großnicks Tochter ablöste. Weg vom absoluten Holzbläserklang entwickelte sich auch das Repertoire weiter. Zu den Schlagern und Evergreens mit dem Charme und der Leichtigkeit musikalischen Schaffens der 1920er bis 1950er kam amerikanische Musik derselben Jahre dazu, später Dixieland-Jazz, also so richtige New Orleans-Revivals und schließlich auch Jazz.

Ein Höhepunkt in den zehn Jahren Salonorchestergeschichte war beispielsweise im Herbst 2009 ihr Mitwirken bei der Politicalproduktion „Machtlos“ am Neuburger Stadttheater, wobei der damalige Kulturreferent Dieter Distl die Verbindung zu Winfried Frey herstellte. Auch in Sachen Städtefreundschaft waren die Musiker Botschafter Neuburgs, so bei einem Begrüßungsabend für Sèter Gäste oder dem Jumelage-Jubiläum am 10. September 2016.

Die Gruppe wurde langsam bekannter durch viele Auftritte bei verschiedensten öffentlichen und privaten Anlässen im Festsaal des Ingolstädter Stadttheaters, in der Kurkonzertreihe Bad Gögging oder diversen anderen Kulturevents in der Region. Auch bei der Neuburger Hutschau waren sie musikalisch tätig und Großnick erinnert sich, an das, was die Initiatorin Ute Patel-Mißfeldt nicht ganz ernst gemeint ansprach. „Schämen Sie sich, dass Sie noch keine CD vorweisen können!“, sagte sie und legte damit die Saat für die nun zum zehnjährigen Jubiläum entstandene CD. Das Werk, das unlängst fertiggestellt wurde, umfasst 13 Titel mit alten Schlagern wie „Bel ami“ oder „Frauen sind keine Engel“, Revivals wie Kenny Balls „Midnight in Moscow“ oder Chris Barber Titeln und Jazzsongs „Fly me to the moon“ oder „Besame mucho“.

Und hier kommt die Schwester von Peter von der Grün ins Spiel, die Jazz-Vokalistin Silvia von der Grün. Sie kommt aus dem Fränkischen, ist auf der CD mit vier Liedern vertreten und wird beim Jubiläumskonzert „10 Jahre Salon- und Jazzorchester Cassablanka“ am Samstag, 28. April, in der Rennbahn mit von der Partie sein. Nach Plänen für die Zukunft gefragt, antwortet Großnick, dass er hofft, mit jährlich zehn Konzerten den Aktionsradius des Neuburger Ensembles auf etwa 100 Kilometer ausdehnen zu können.

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