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Edelshausen

09.01.2019

Ein Vogelnest verunreinigte das Trinkwasser

Über ein ausgeglichenes Zahlenwerk und über den Störfall im Wasserwerk Weichering berichteten (von links) der technische Leiter der Arnbachgruppe Hermann Krammer, der Vorsitzende des Verbands Karl Seitle, der Wassermeister Siegfried Hammer und der kaufmännische Leiter Helmut Bader.
Bild: Christian Ahle

Der Wasserzweckverband Arnbachgruppe zieht Bilanz. Wie die Bayernoil-Explosion das Abkochgebot im September auslöste.

Eine zweimalige Verunreinigung mit coliformen Keimen im Wasserwerk Weichering hat den Wasserzweckverband Arnbachgruppe im Vorjahr auf Trab gehalten. Der kaufmännische Leiter Helmut Bader informierte die Verbandsräte chronologisch und umfangreich über die Vorgehensweise bei der Behebung der Ursache. Der Schutz der Bürger und eine umfassende Information seien immer an oberster Stelle gestanden, so Bader. Geringe Reste eines Vogelnestes waren infolge der Bayernoil-Explosion durch einen Spalt zwischen Wand und Dach in der Abdichtung ins Becken der Entkarbonatisierungsanlage gelangt. Sofortige Außerbetriebnahme des Wasserwerks Weichering und Abdichtung der Stelle und aus Sicherheitsgründen der Entschluss der Erneuerung der Metalldecke und Abdichtung folgten.

Ein Chlorung des Trinkwassers war nicht nötig

Die Bauarbeiten seien fast abgeschlossen. Die Decke werde in den nächsten Wochen montiert. Das angeordnete Abkochgebot konnte bald wieder aufgehoben werden. Aus Sicherheitsgründen wurde eine Chloranlage mit entsprechenden Impfstellen bereitgestellt. Eine Chlorung sei aber nicht erfolgt, da seitens der Arnbachgruppe eine intensive Spülung des Leitungsnetzes erfolgte. Eine zweite abschließende engmaschige Beprobung (72 Proben innerhalb sechs Wochen) konnte Ende November mit unauffälligen mikrobiologischen Ergebnissen abgeschlossen werden. Auch für das Gesundheitsamt sei der Störfall somit beendet. Das Wasserwerk Weichering werde deshalb in Kürze (Mitte Februar) wieder ans Netz gehen. In der Revisionszeit seit September seien die Förderleistungen der Wasserwerke in Edelshausen und Haidforst erhöht worden. Dank der Vernetzung der Versorgungsgebiete sei ein Ausgleich der Netzwassermengen jederzeit ohne große Probleme möglich, so Helmut Bader.

Markus Häckl berichtete in seiner Funktion als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses über die örtliche Rechnungsprüfung für das Wirtschaftsjahr 2017. Es gab keine Beanstandungen. Ziel der Arnbachgruppe müsse es sein, durch gleichbleibende hohe Investitionen und der Sicherung des Anlagevermögens eine langfristige Gebührenstabilität zu gewährleisten, so Häckl. Dem Prüfbericht wurde zugestimmt.

Die Jahresrechnung 2017 wurde anschließend von der Verbandsversammlung einstimmig beschlossen und der Jahresabschluss festgesetzt. Der Gesamthaushalt der Arnbachgruppe betrug im Haushaltsjahr 2017 rund 2,4 Millionen Euro bei einer Bilanzsumme von 16,5 Millionen Euro. Man beschloss, den Gewinn mit den Verlustvorträgen zu verrechnen. Nach der Gebührenerhöhung im Jahr 2017 habe man 2018 einen Gewinn in Höhe von gut 190.000 Euro erzielt. Das Gremium beschloss, diesen mit den vorhanden Verlustvorträgen zu verrechnen. Die Verabschiedung der Haushaltssatzung für 2019 war Haupttagesordnungspunkt der Verbandsausschusssitzung.

Der Wirtschaftsplan für das Haushaltsjahr 2019 wurde im Erfolgsplan in den Erträgen und Aufwendungen auf 2,1 Millionen Euro und im Vermögensplan in den Einnahmen und Ausgaben auf 1,5 Millionen Euro festgesetzt. Die Aufnahme von Krediten sei nicht geplant, so der Vorsitzende.

1,9 Millionen Kubikmeter Trinkwasser sind gefördert worden

Der technische Leiter Herrmann Krammer informierte die Verbandsräte über die 2018 geleisteten Arbeiten. So seien 1,9 Millionen Kubikmeter Trinkwasser in den drei Wasserwerke Edelshausen (748.619 Kubikmeter), Weichering (617.688 Kubikmeter) und Haidforst (509.960 Kubikmeter) gefördert worden. In den Baugebieten Brunnen und dem Gewerbegebiet Berg im Gau seien 68 Hausanschlüsse an die öffentliche Wasserversorgungsanlage angeschlossen worden. Im Rahmen des Brückenbaus zwischen Berg im Gau und Stengelheim seien 420 Meter Hauptversorgungsleitung umverlegt worden. Insgesamt seien 1650 Wasserzähler turnusmäßig ausgetauscht worden.

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