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Festakt

11.05.2015

„Ein guter Anfang“

 Diskussionsrunde: Schülerin Swetlana Zudov, Schulleiter Fritz Füßl, Hartmut Beutler (Bauer AG), Moderatorin Kerstin Schulz und Staatssekretär Bernd Siebler.
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Diskussionsrunde: Schülerin Swetlana Zudov, Schulleiter Fritz Füßl, Hartmut Beutler (Bauer AG), Moderatorin Kerstin Schulz und Staatssekretär Bernd Siebler.

Das Berufsschulzentrum Neuburg feierte 150. Geburtstag. Allerdings leider ohne den besonderen Ehrengast

Es war ein ganz besonderer Geburtstag, den die Neuburger Berufsschule am Samstag feierte.

Schulleiter Fritz Füßl ließ beim Festakt stolz die vergangenen Jahre Revue passieren, von den Anfängen im 19. Jahrhundert, als erstmals eine gewerbliche Fortbildungsschule in Neuburg gegründet wurde, bis hin zum heutigen Komplex mit einer Bandbreite von unterschiedlichen Angeboten: „150 Jahre sind ein guter Anfang. Aus einer Minischule entstand ein lebendiges Berufsschulzentrum mit acht Schulen, 2500 Schülern und 160 Lehrern. Wir bieten von der Alphabetisierung über die Berufsausbildung und Weiterbildung bis zur Hochschulreife ein umfassendes berufliches Angebot“, sagte Füßl. Er dankte Wegbereitern, Verantwortlichen aus der Politik, Lehrerkollegen und nicht zuletzt auch seinen Schülern: „Wir haben ganz spitzenmäßige Schüler, aber das werden Sie sicher selbst bemerken“, erklärte er. Viele hatten gemeinsam mit ihren Lehrern und der Schulleitung einen Tag der offenen Tür organisiert. Dort konnten die Besucher etwa eine Baumaschinenvorführung im Freien beobachten oder Theateraufführungen und Märchenerzählungen lauschen. Einige Schüler hatten eine Percussion-Einlage für den Festakt vorbereitet und stellten mithilfe von Tanzeinlagen und Sprechgesang die unterschiedlichen Fachrichtungen an der Berufsschule vor.

Auch eine Diskussionsrunde fand statt, zu der zwei Schüler, eine Lehrerin, Landrat Roland Weigert, Schulleiter Fritz Füßl, Hartmut Beutler, Vorstand der Bauer AG sowie Staatsekretär Bernd Siebler auf die Bühne traten. Siebler vertrat den ursprünglich angekündigten Ministerpräsidenten Horst Seehofer, den „die Bundespolitik nicht loslässt“, wie Schulleiter Fritz Füßl erklärte. Der Staatssekretär betonte, dass man sich in Bayern weiterhin dazu bekennen werde, die berufliche und die akademische Bildung als gleichwertig zu betrachten. Er erkenne eine Verschiebung hin zu immer höheren Bildungsabschlüssen, gerade auch im europäischen Ausland, aber auch hierzulande. Doch das könne nicht das Ziel sein. „Jemand, der einen schlechten Bachelorabschluss macht, wird auf dem Arbeitsmarkt sicherlich nicht so gut angenommen werden wie jemand mit einer guten handwerklichen Ausbildung“, sagte er.

Außerdem dürfe man junge Menschen nicht in die „falsche Richtung hin qualifizieren“ – gerade im MINT-Bereich, im Bereich Soziales und Pflege gebe es Bedarf an Fachkräften. „Ob im akademischen oder beruflichen Bereich: Es fehlen überall qualifizierte Menschen“, sagte er und verwies darauf, dass man aufgrund des demografischen Wandels Zuwanderung als Chance begreifen sollte, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Einen ausführlichen Beitrag zur Geschichte und einer Chronik der Berufsschule Neuburg finden Sie in dieser Ausgabe auf Seite 27.

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