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Rennertshofen

16.09.2019

Ein neuer Pfarrer für die Rennertshofener Juradörfer

Zur Amtseinführung als Leiter der Pfarreien Ammerfeld, Emskeim und Rohrbach zogen Pfarrer Tobias Scholz (links) und Pfarrvikar Stanislas Ndumuraro (davor) zusammen mit Dekan Konrad Bayerle (rechts daneben) in die Ammerfelder Kirche ein. 
Bild: Manfred Dittenhofer

Ammerfeld, Emskeim und Rohrbach bilden nun eine Pfarreiengemeinschaft mit Rögling und Tagmersheim. Ihr neuer Leiter ist Pfarrer Tobias Scholz.

Interkommunale Zusammenarbeit steht nicht nur in der Politik hoch im Kurs. Auch die katholische Kirche baut auf solche Zusammenarbeit. Mit dem Abschied von Pfarrer Tison Pattarumadathil Ende August aus der Pfarrei Ammerfeld wurden die Kirchengemeinden Ammerfeld, Emskeim und Rohrbach dem Pfarrverband Tagmersheim-Rögling-Ammerfeld zugeteilt. Am Sonntag hat der Dekan des Dekanats Weißenburg-Wemding, Konrad Bayerle, den Pfarrer von Rögling und Tagmersheim, Tobias Scholz, als neuen Leiter der Pfarreien Ammerfeld, Emskeim und Rohrbach sowie Pfarrvikar Stanislas Ndumuraro als mitarbeitenden Priester eingeführt. Bei der Feier waren neben der Kirchengemeinde auch Landrat Peter von der Grün und der stellvertretende Landrat aus dem Kreis Donau-Ries, Peter Thrul, sowie Rennertshofens Bürgermeister Georg Hirschbeck und der Bürgermeister von Tagmersheim, Georg Schnell, dabei.

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Pfarrer Tobias Scholz übernahm am Sonntag offiziell die Leitung der Pfarreien Ammerfeld, Emskeim und Rohrbach.
Bild: Manfred Dittenhofer

Während Tison Pattarumadathil als Ordensbruder in seine Heimat Indien zurückkehrt, wird Scholz Seelsorger von noch einmal 500 Katholiken mehr in den drei Kirchengemeinschaften. Drei Pfarrgemeinderäte stehen ihm in dem Pfarreienverband zur Seite. Tobias Scholz ist erst seit einem Jahr Pfarrer in Rögling und betreut nun mit den drei Ortsteilen der Marktgemeinde Rennertshofen rund 2500 Gläubige. Scholz kommt aus einer Pfarreiengemeinschaft in Nürnberg. Dort waren es über 15.000 Gläubige. Aber Scholz zog gerne aus der Stadt aufs Land. „In Nürnberg war ich mehr Manager als Seelsorger. Nun habe ich wieder mehr Kontakt als Seelsorger.“ Als erster leitender Pfarrer von drei Stadtpfarreien hatte Scholz einen ganzen Mitarbeiterstab, musste diesen aber auch organisieren. Das war viel Verwaltungsarbeit. In der Pfarrgemeinschaft Rögling-Tagmersheim-Ammerfeld hat er den Pfarrvikar Stanislas Ndumuraro als Unterstützung, wobei auch dieser nur übergangsweise in der Pfarrei Dienst tut. Scholz hofft darauf, dass Stanislas Ndumuraro vier bis fünf Jahre bleibt. Er wird das Pfarrhaus in Ammerfeld bewohnen.

Tobias Scholz wollte Tierarzt werden

Tobias Scholz ist zwar in Kaufbeuren geboren, dann aber in Ingolstadt aufgewachsen, weshalb er sich auch als echter Schanzer fühlt. Er studierte in Eichstätt und Benediktbeuern. Sein erstes Priesterpraktikum führte ihn nach Abendsberg. In Pleinfeld bekleidete Scholz seine erste Kaplansstelle und wurde im Mai 2006 zum Priester geweiht. Bevor er in Roßtal Pfarrvikar wurde, wirkte er zunächst in Eichstätt als Domkaplan. Nach sechs Jahren als Pfarrer in Rednitzhembach kam Scholz nach Nürnberg.

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Als Junge wollte Tobias Scholz eigentlich in die Landwirtschaft oder Veterinärmedizin studieren. Erlebnisse während seiner Zivildienstzeit und das Lukas-Evangelium haben in ihm aber bald den Wunsch wachsen lassen, Priester zu werden.

In Zukunft wird Pfarrer Scholz viel unterwegs sein. Der Pfarrverband erstreckt sich über ein großes Gebiet, von Rögling bis Emskeim und Rohrbach. In seiner Freizeit ist er gerne mit seinem Zwergpudel Nicki in der Natur unterwegs. Den Garten am Pfarrheim in Rögling hat er neu angelegt. Er arbeitet gerne darin. Und die Musik liebt er. Schon im musischen Gymnasium in Ingolstadt wurden dorthin die Weichen gestellt. Für Schulmessen packt er gerne seine Gitarre aus. Außerdem spielt er die Kirchenorgel.

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