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Wiesnbilanz

01.06.2015

Ein „sehr schönes Volksfest“

Im Gegensatz zu den Festwirten, Budenbesitzern und Fahrgeschäftebetreibern, waren die Händler vom Warenmarkt nicht so glücklich über ihr Geschäft.
Bild: fed

Veranstalter sind zufrieden. Mehr Einsätze für Polizei und Rettungsdienste

Angenehme Temperaturen und dadurch deutlich mehr Besucher als in den vergangenen beiden Jahren: Zum Abschluss des Pfingstvolksfestes zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. „Es ist sehr erfolgreich gelaufen“, betonte Kulturreferent Gabriel Engert und Marktmeister Marcus Jaud erklärte: „Wir hatten ein sehr schönes Volksfest“. Gut lief es vor allem beim Verkauf von Getränken: 1111 Hektoliter Bier, Limonade oder Cola wurden verkauft, ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr, als nur 982 Hektoliter ausgeschenkt wurden. Während der Verkauf von alkoholfreien Getränken mit insgesamt etwa 272 Hektolitern Getränken zurückgegangen ist, ist der Bierkonsum weiter angestiegen.

Mehr Alkohol bedeutete mehr Einsätze für Polizei und Rettungsdienst. Wie Werner Semmler von der Ingolstädter Polizei erklärte, gab es etwa 50 Einsätze auf dem Volksfest, davon 14 Körperverletzungen und zehn Diebstähle. Oft genug war die Polizei aber wegen harmloserer Fälle unterwegs, etwa wenn der ein oder andere „Wildbiesler“ den Weg zur Toilette nicht gefunden hatte. Sorgen mache Semmler sich allerdings wegen des steigenden Alkoholkonsum bei Jugendlichen. Da müssten alle Verantwortlichen noch besser darauf achten.

Auch beim Essen konnten die Gastronomen ein deutliches Plus verzeichnen. Bioprodukte wurden auch gekauft, wie Gastronom und Sprecher der Marktkaufleute Siegfried Schön erklärte, allerdings würden nur die wenigsten Kunden explizit nachfragen, was nun ein Biogericht sei und was nicht. Vegane Produkte dagegen seien immer gefragter, so Festwirt Lorenz Stiftl.

Warenmarkt läuft nicht so gut

Im Gegensatz zu den Festwirten, Budenbesitzern und Fahrgeschäftebetreibern, waren die Händler vom Warenmarkt nicht so glücklich über ihr Geschäft. Zwar erklärte der Händler und stellvertretende Sprecher der Marktkaufleute Wolfgang Gebhard, bei ihm sei der Verkauf relativ gut gelaufen, andere Kollegen hätten jedoch schwer zu kämpfen. „Wir müssen den Warenmarkt wieder dahin bringen, dass jeder wieder Geld verdienen kann“. Zwar seien das Internet und die Discounter eine starke Konkurrenz, doch in Regensburg beispielsweise laufe das Geschäft auf dem Warenmarkt auch gut. Und so planen die Verantwortlichen, erneut darüber zu beraten, wie man mehr Käufer auf den Warenmarkt locken könnte – die Neugestaltung alleine scheint nicht zu reichen. Nun möchte man eventuell einen „Strategen“ mit ins Boot holen, der sich ein Konzept ausdenken soll, wie Siegfried Schön erklärte.

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