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10.10.2009

"Ein starkes Stück Bayern"

Neuburg Für Manfred Hoffmann jr., Chef von Hoffmann Mineral und Sonax, war es sichtlich ein ergreifendes Gefühl, so viele Kollegen in seiner Heimatstadt begrüßen zu dürfen. In seiner Funktion als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Bergbau- und Mineralgewinnungsbetriebe moderierte Hoffmann gestern den Bergbau-, Steine- und Erdentag 2009. Der Einladung waren über 100 Größen dieser Industrie aus Bayern und Baden-Württemberg gefolgt. Außerdem war Oberbayerns Regierungspräsident Christoph Hillenbrand unter den Rednern der großen Diskussionsrunde. Er vertrat Ministerpräsident Horst Seehofer.

Branche zwischen Ökologie und Ökonomie

Gleich zu Beginn nannte Manfred Hoffmann jr. die Hauptthemen, um die es sich in der Tagung drehen sollte. "Bergbau gibt einer Volkswirtschaft Eigenständigkeit durch berechenbare Versorgung", sagte er. "Es wird immer wichtiger und der innovative Druck ist groß, mehr aus unseren Rohstoffen zu machen." Der einhelligen Meinung der Bevölkerung, Bayern besäße keine Rohstoffe, widersprach Hoffmann ebenso wie der Annahme, Bergbau zerstöre die Umwelt und gefährde Tierarten. "Leider geht die Balance zwischen Ökonomie und Ökologie seit einiger Zeit immer zugunsten der Umwelt", ergänzte Wolfgang Liebscher, Präsident des Bayerischen Industrieverbandes Steine und Erden.

Gewinnung der Rohstoffe kein Eingriff in die Natur

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Dass Rohstoffgewinnung allgemein als Störung und Eingriff in die Natur angesehen werde, sei auch ein Vorurteil, mit dem die Industrie zu kämpfen habe. "Dabei werden Biotope für seltenste Arten nachweislich und praktisch durchweg beim Abbau gefördert", stellte Manfred Hoffmann jr. klar. Und auch die Politik blieb bei der Tagung nicht außen vor, obwohl Präsident Liebscher der derzeitigen Regierung großes Potenzial zur Zusammenarbeit mit der Industrie bescheinigte. "Ein starkes Stück Bayern", nannte Regierungspräsident Christoph Hillenbrand die Bergbauindustrie. 1500 mittelständische Unternehmen dieser Branche hätten deshalb auch in Zeiten der Finanzkrise gute Zuwächse erzielen können. "In der Politik kennen wir die Hindernisse", so Hillenbrand. "Wir wissen aber auch, dass es möglich ist, Dinge voran zu bringen."

In den weiteren Diskussionen ging es um spezifische Methoden für den Bayerischen Bergbau, weiterhin am internationalen Markt vorne dabei zu sein.

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