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Denkmalpflege

23.05.2015

Ein über 300 Jahre altes Juwel vor dem Abriss bewahrt

Der Vorsitzende der Jury, Werner Schiedermair (links), sowie Staatsminister Ludwig Spaenle und Wolfgang Sprißler, Vorsitzender des Kuratoriums der Hypo-Kulturstiftung (von rechts), gratulierten Sabine und Michael Filbig mit Sohn Simon.
Bild: Hypo-Kulturstiftung

Das Ehepaar Filbig aus Bertoldsheim erhält einen Anerkennungspreis für die Sanierung des Pfarrhofs

Die Familie Filbig aus Bertoldsheim hat sich am Donnerstagabend einen Anerkennungspreis für ihre gelungene Sanierung des alten Pfarrhofs in München abgeholt. Die Hypo-Kulturstiftung hat dieses Jahr zum 30. Mal das Engagement von Eigentümern in der privaten Denkmalpflege gewürdigt. Am Donnerstag wurden bei einer feierlichen Preisverleihung in München von Staatsminister Ludwig Spaenle und Wolfgang Sprißler, Vorsitzender des Kuratoriums der Hypo-Kulturstiftung, insgesamt sechs Hauseigentümer ausgezeichnet.

Wie bereits berichtet, haben Sabine und Michael Filbig den Pfarrhof 2008 gekauft, nachdem er zuvor acht Jahr lang leer gestanden und sein baulicher Zustand sich dadurch zusehends verschlechtert hatte. Von Anfang an legten sie Wert darauf, das ursprüngliche Erscheinungsbild des Hauses aus dem Jahr 1697 wieder entstehen zu lassen. Der Grundriss blieb erhalten, die Stuckdecken, die durch viele Übermalungen verfälscht und entstellt waren, wurden gereinigt, der barocke Dachstuhl fachgerecht instandgesetzt. Die Sanierung des Dachstuhls im Kaplanhaus schloss sich an.

In der Begründung der Jury heißt es, dass sich das Ehepaar bei der Instandsetzungsmaßnahme „bis an die oberste Grenze des Zumutbaren“ verausgabt habe. „Mit ihrem mutigen Einsatz haben Sabine und Michael Filbig nicht nur wesentlich zur Erhaltung des Ortsbilds von Bertoldsheim beigetragen, sondern sich auch mit der mustergültigen Instandsetzung des ehemaligen Pfarrhofs um Denkmalschutz und Denkmalpflege im Sinne des Denkmalpreises der Hypo-Kulturstiftung verdient gemacht.“

Die neunköpfige Jury der Kulturstiftung hat aus rund 50 Objekten aus ganz Bayern zwei Hauptpreisträger ausgewählt und fünf Anerkennungen ausgesprochen, die alle mit Preisgeldern bedacht wurden. (nr/clst)

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