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Karlshuld

23.11.2018

Eine Bankenhochzeit auf Augenhöhe

Die Raiba-Vorstände (von links) Bernhard Meier (Donaumooser Land), Bernhard Hackner (Gaimersheim), Andreas Schwinghammer (Donaumooser Land) und Peter Pollich (Gaimersheim) sehen in der Fusionierung ihrer Raiffeisenbanken eine Zukunft für beide Geldhäuser.
Bild: Manfred Dittenhofer

Die Geldhäuser Donaumooser Land und Gaimersheim-Buxheim fusionieren zur Raiffeisenbank Donautal. Was Kunden wissen müssen.

Im April 2019 soll die Entscheidung fallen. Dann stimmen die Mitglieder der beiden Genossenschaftsbanken Donaumooser Land in Karlshuld und Gaimersheim-Buxheim darüber ab, ob beide Banken fusionieren. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Auf diversen Infoveranstaltungen wurden die Genossenschaftsmitglieder informiert. Entstehen soll eine ländliche Bank, die die Charaktere beider Häuser erhält, ebenso wie die Arbeitsplätze und die Filialen.

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Stimmen die Mitglieder beider Geldhäuser bei den im April 2019 geplanten Generalversammlungen zu, würde eine Flächenbank entstehen, deren Filialnetz mit 15 Niederlassungen plus zwei Warenlagern sich von Brunnen im Süden bis nach Böhmfeld und Hofstetten im Norden erstrecken würde. Jede der Banken hat rund 100 Mitarbeiter, die sich auf 50 Stellen bei der Raiba Donaumooser Land und auf 56 Stellen in Gaimersheim verteilen. Und jeder einzelne würde gebraucht, so versichern die Vorstände beider Banken, die nicht vorhaben, Filialen oder Stellen abzubauen.

Die beiden Banken setzen auf Synergieeffekte

Die Fusion soll Synergieeffekte bringen. Neben Einsparungen durch die Zusammenlegung gemeinsamer Arbeiten seien das vor allem immer mehr Aufgaben durch gesetzliche Vorgaben wie Datenschutz und IT-Sicherheit. Die Arbeitslast für einzelne Mitarbeiter nehme zu. Außerdem müssten wegen diverser Vorgaben Aufgaben auf mehr Schultern verteilt werden. Durch die Digitalisierung seien aber auch Arbeitserleichterungen möglich.

Eine Bankenhochzeit auf Augenhöhe

Beide Banken gelten als ländliche Flächenbanken, die vor Ort noch für den Kunden da sind, daneben aber auch modernste Online-Angebote bieten. Und genau dieser Charakter soll auch erhalten bleiben. Die Einzugsgebiete beider Banken liegen in Bergheim und Irgertsheim geografisch direkt nebeneinander. Die Donau fließt durch die Mitte des neuen gemeinsamen Bankengebietes. Daher der naheliegende Name der neuen Bank: Raiffeisenbank Donautal soll sie nach dem Zusammenschluss heißen.

Für die Bankkunden wird sich nicht viel ändern

Für Kunden wird sich nicht viel ändern. Die Bankleitzahl der Raiba Gaimersheim-Buxheim wird für die neue Bank übernommen, sodass sich die IBAN für Karlshuld ändert. Und die Kontonummern erhalten zwei zusätzliche Ziffern. Große Überweiser, wie zum Beispiel die Rentenauszahlstelle, wird die Bank von sich aus über die Umstellung informieren. Für alle anderen wird es eine lange Übergangszeit und zudem Hilfe von den Beratern geben. Und auch für die Genossenschaftsmitglieder ändert sich nichts, obwohl der Wert der Anteile bei der Raiba Donaumooserland 110 Euro und bei der Raiba Gaimersheim-Buxheim 160 Euro beträgt. Verzinst würde sowieso die Einlage, egal wie viel Anteilsscheine das seien, erklärt Andreas Schwinghammer, Vorstand in Karlshuld. Seit zwei Jahren sitzt er mit seinem Vorstandskollegen Bernhard Meier und den Vorständen aus Gaimersheim, Peter Pollich und Bernhard Hackner, zusammen, um die Fusion vorzubereiten. Die vier kennen sich. Beide Raiffeisenbanken kooperieren schon länger bei der Ausbildung. Man hat einen Draht zueinander. „Die Philosophien der beiden Häuser passen zusammen“, sagt Pollich.

Die Fusion soll die Eigenständigkeit der Banken sichern  

Stimmen die Mitglieder im April zu, soll die technische Fusion Mitte Juni stattfinden. Die Teilbereiche der Bank werden gleichmäßig auf die beiden Bankensitze verteilt. Mit der Raiffeisenbank Donauland wird ein Geldinstitut mit 224 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 921 Millionen Euro entstehen. Durch die Fusion werde die Eigenständigkeit der Banken gesichert, so Schwinghammer. Und Dank der Vergrößerung könnten auch höhere Finanzierungswünsche von Firmenkunden erfüllt werden, ergänzte Bernhard Hackner. Und die Arbeitsplätze an den Standorten würden gesichert, fügte Bernhard Meier noch an. Zudem erfolge die Gewerbesteuerverteilung wie bisher nach der Wertschöpfung der Filialen in den Gemeinden. In einer im Juni beginnenden, zweijährige Übergangszeit werden die vier Vorstände das Zusammenwachsen der Banken vorantreiben. 2021 dann wird Pollich aus dem Vorstand in den Vorruhestand ausscheiden. Ein Jahr später wird ihm Andreas Schwinghammer in den Ruhestand folgen. Dann verbleiben Bernhard Meier und Bernhard Hackner als Vorstände der Raiba Donauland.

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