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Schrobenhausen

07.09.2018

Eine Doppelausstellung für die neue Partnerschaft

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6 Bilder
Fotografien von Horst Hamann und Fotocollagen seiner Frau Marie Preaud sind ab 16. September quasi in einer „Partnerschaftsausstellung“ im Pflegschloss in Schrobenhausen zu sehen.
Bild: Stadt Schwetzingen

In Schrobenhausen wird nur die Ausstellung von Horst Hamann und seiner Frau Marie Preaud eröffnet, sondern noch eine zweite. Das hat einen Hintergrund.

Eine Doppelausstellung für die neue Partnerschaft. Schon im April haben die beiden Spargelstädte ihre neue Beziehung in Schwetzingen beurkundet, die Gegenzeichnung erfolgt am 15. September in Schrobenhausen. Eine schöne Gelegenheit, zwei Ausstellungen, die bereits in Schwetzingen sehr erfolgreich waren, nun auch in Schrobenhausen zu zeigen. Die Fotografien von Horst Hamann und Fotocollagen seiner Gattin Marie Preaud sind von 16. September bis 21. Oktober in der Städtischen Galerie im Pflegschloss zu sehen.

Fotograf Horst Hamann schenkt verborgenen Motiven neue Dimensionen

Horst Hamann, in Mannheim geboren und aufgewachsen, hat in zahlreichen Fotografien die Magie und Mystik des Schwetzinger Schlossgartens erfasst. Architekturen und Skulpturen werden facettenreich zu jeder Tages- und Jahreszeit präsentiert. Motive der Stadt runden das Bild ab. Bekannte und verborgene Motive haben durch die Sicht des Fotografen eine neue Dimension erhalten. Eine beträchtliche Zahl von Fotografien lassen mit ihren tiefen Horizonten, den Mauerdurchblicken oder der Wiedergabe der allmächtigen Natur mittels dramatischer Himmelskonstellationen eine romantisch geprägte Sichtweise erkennen.

Am Beginn des Schwetzinger Projektes war Horst Hamann davon überzeugt, dass sich in der Fotoreihe ein horizontales Format durchsetzen wird. Das Erstaunen war groß, dass ihn der Weg wieder zu seinem charakteristischen Bildformat der Vertikale führte. Fast unmerklich und vor allem rein intuitiv schlich sich der Formatwechsel im Laufe der Arbeit ein und übernahm letztendlich wieder die dominante Position. Unwillkürlich hat sich jener legendäre Prozess wiederholt, der sich 1991 in New York ereignete, als er urplötzlich seine Kamera um 90 Grad drehte. Dies war die Geburtsstunde seiner „Verticals“, die Horst Hamann zu internationaler Bekanntheit führten und ihm die Bezeichnung des Erfinders der vertikalen Fotografie einbrachten. Der vollkommene Blick für die perfekte Komposition, Ausgewogenheit und edle Proportionen resultieren in schlichtweg atemberaubenden Fotografien.

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Marie Preaud lenkt das betuliche Thema „Spargel“ in den Bereich der Fotokunst

Marie Preaud ist auf dem Gebiet der „food photography“ und Porträtfotografie eine Expertin. Die Herausforderung, das betuliche Thema „Spargel“ in den Bereich der Fotokunst zu lenken, gelang ihr dementsprechend meisterlich. Die Fotografin fokussierte sich auf eine Mischung aus traditionellen und modernen fotografischen Mitteln und näherte sich dem Thema ohne Nostalgie, Verklärung und Bemühung von Klischees. Im Blickpunkt steht die Bewunderung für eine mühselige, mit langem Atem, hingebungsvoll, effektiv und mit Liebe und Leidenschaft verrichtete Arbeit der Erntehelfer, die bis in heutige Zeit unverändert und ohne Zuhilfenahme von Maschinen getätigt wird: Labor of Love.

Die fotografische Collage mag im Werk der Französin neu sein, die Dominanz der Hände ist dagegen ein Charakteristikum ihrer Porträts, das sie gerade hier, als zentrales Werkzeug jener „labor of love“, bildbestimmend einsetzte. Eine weitere Besonderheit ihrer Collagen und zugleich irritierend ist ein Riss, der jedes der Bilder durchzieht. Hierbei lag kein Akt der Zerstörung zugrunde, sondern ein anekdotischer Hintergrund war Ermunterung für ihr Tun. Der sogenannte Spargel-Riss, der das Hervorbrechen des Spargels aus dem Sandhügel ankündigt und den Bauern zum raschen Ernten zwingt, inspirierte Marie Preaud zu dieser Vorgehensweise, denn sobald der Spargel das Sonnenlicht erreicht, ist er nahezu wertlos. Das Zerreißen, Wieder-Zusammenfügen und Auffüllen des Risses mit Sand vollendete und veredelte ihre Fotografien „wie ein wertvoller Diamant“.

Angelika Böhm zeigt Ölbilder zum Thema „40 Jahre immer wieder Schrobenhausen“

Neben dieser Ausstellung, die am 15. September, um 15.30 Uhr eröffnet wird, beginnt tags darauf eine zweite im Pflegschloss. Am Sonntag, 16. September, um 11 Uhr wird die Ausstellung Angelika Böhm- Silberhorn – 40 Jahre immer wieder Schrobenhausen (Ölbilder) eröffnet.

Die Partnerschaftsausstellung mit Fotografien und Fotocollagen ist von 16. September bis 21. Oktober jeweils mittwochs, samstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr zu sehen. Für Gruppen auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten nach Vereinbarung unter 08252/90237 oder -90214. Die Ausstellung von Angelika Böhm dauert von 16. September bis 28. Oktober. Die Künstlerin ist zu allen Öffnungszeiten anwesend. Diese sind mittwochs, samstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr. Kinderführungen sind am: Sonntag, 23. September, und Sonntag, 30. September, jeweils von 14 bis 15 Uhr mit Ratequiz durch die Künstlerin. Für Gruppen sind auch bei dieser Ausstellung außerhalb der regulären Öffnungszeiten Termine nach Vereinbarung unter 08252/90237 oder -90214 möglich.

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