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Neuburg

23.09.2013

Eine Gasexplosion und ein brennendes Floß

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Hochbetrieb herrschte an der Schlösslwiese. Insgesamt wurden acht Boote startklar gemacht.
Bild: Habermeier

Das Neuburger THW probte zusammen mit Feuerwehren, BRK und Wasserwacht

„Gasexplosion in einem Haus in Obermaxfeld, vier Personen sind verschüttet, vermisste Personen in der Donau, Brand auf einem Floß mitten im Fluss, Öl auf der Ussel und abgestürzte Wanderer im steilen Gelände an der Alten Burg“, so lauteten am Samstag die Funksprüche. Der jeweilige Beisatz „Dies ist eine Übung“ sorgte zwar für Aufatmen, aber die Szenarien waren Einsatzübungen, wie sie täglich passieren könnten. Die Katastrophenschutzübung organisierte das Technische Hilfswerk Neuburg. Mitgemacht haben über 100 Einsatzkräfte mit 19 Fahrzeugen und acht Booten.

„Gemeinsame Übungen sichern den Einsatzerfolg“, konstatiert Christoph Schiele. Für den 25-jährigen Zugführer, der seit sieben Jahren als Ehrenamtlicher beim THW dabei ist, wird das Einsatzspektrum immer größer. Er erinnert an Gasexplosionen in der Region, Unfälle auf Gewässern oder im steilen Gelände sowie an Hochwassereinsätze. „Diese Komponenten waren Grundlagen für unsere Großübung“, so Schiele. Die Szenarien hat er im kleinen Kreis mit Gruppenführern erarbeitet. Herausgekommen sind komplexe Manöver für die Teilnehmer der THW-Standorte Neuburg, Freising und München-Mitte sowie für die Feuerwehren aus Neuburg und Stepperg, für das BRK und für die örtlich Wasserwacht.

„Die Zusammenarbeit ist sehr wichtig“, sagte THW-Ortsbeauftragte Erwin Dittenhauser mit Blick auf die große Teilnehmerschar. Er habe seinen Leuten bei der Zusammenstellung der Szenarien freie Hand gelassen. „Niemanden wurde etwas verraten, denn es soll keine Show sein, sondern ein gemeinsames Training von verschiedenen Manövern“, betonte der THW-Fachberater Tobias Pallmann am Samstagmittag.

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Der erste Übungsauftrag kam kurz nach 13 Uhr. Das THW, die Neuburger Feuerwehr und das BRK brausten nach Obermaxfeld. Im Strobelhof, der zurzeit abgerissen wird, fanden die Teilnehmer eine realistisch wirkende Kulisse vor. Nach einer fiktiven Gasexplosion galt es für die Wehr, Personen unter schweren Atemschutz zu bergen. Das THW stützte die einsturzgefährdeten Mauern ab und das BRK sorgte bei den vier Schwerverletzten, gemimt von Freiwilligen des THW und BRK, für medizinische Erstversorgung.

Wenige Stunden später mussten zwei verletzte Personen aus schwierigem Gelände unterhalb der Alten Burg geborgen werden. In Stepperg baute die Ortsfeuerwehr mit Unterstützung der Floriansjünger aus Neuburg eine Ölsperre an der Ussel auf. Und an der Donau herrschte ab Spätnachmittag Hochbetrieb. THW-Ortsgruppen aus Pfaffenhofen, Nabburg und Eichstätt bauten ein sogenanntes HCP-Modul (High Capacity Pumpin) auf. Mit ihren drei Hochleistungspumpen demonstrierten sie Förderleistungen von bis zu 15000 Liter pro Minute. Daneben machten die Wasserwacht, Feuerwehr und THW-Gruppen ihre Boote an der Schlösslwiese startklar. Neben der Vermisstensuche und der Evakuierung invalider Personen musste ein Brand auf einer Fähre gelöscht werden. Die Übung zog sich bis in die Nacht hinein, damit die Rettungskräfte auch unter erschwerten Sichtbedingungen üben konnten.

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