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Soziales

16.02.2019

Eine Spende im Zeichen des Friedens

Sie freuen sich über die große Spende: (von links) Oberstleutnant Karsten Reimann, Oberst Stefan Schmid-Schickardt und Artur Klein.
Bild: Xaver Habermeier

Soldaten und Ehrenamtliche sammeln gut 46.000 Euro für die Pflege von Kriegsgräbern. Weshalb die Summe noch immer wichtig ist

Eine Spende im Zeichen des Friedens: Unter dem Credo „Versöhnung, Verständigung und Freundschaft über die Grenzen hinweg – Arbeit für den Frieden“ sammelten Soldaten aus dem Taktischen Luftwaffengeschwader 74 und vom Standort Manching zusammen mit Ehrenamtlichen aus Reservisten-, Kameraden- und Soldatenvereinen des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen Ende 2018 für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 46.064 Euro. Das sind zwar 4011 Euro weniger als in 2017, aber die Summe markiert dennoch das zweitbeste Ergebnis der vergangenen acht Jahre.

„Für uns ist die hohe Spendensumme auch ein Zeichen dafür, dass der Leitgedanke unserer Arbeit viele Leute erreicht“, sagte der Geschäftsführer vom Bezirksverband Kriegsgräberfürsorge Oberbayern Artur Klein bei einem Dankempfang im Offiziersheim in der Wilhelm-Frankl-Kaserne. Nicht nur Klein lobte das Engagement der fleißigen Sammler. Weiter waren es der Landratsstellvertreter Alois Rauscher, aus Manching Oberst Stefan Schmid-Schickardt sowie Neuburgs Kommandeur der Technik Oberstleutnant Karsten Reimann. Artur Klein sagte: „Es werden auch heute noch Gefallene des Zweiten Weltkriegs entdeckt und auch bei deren Bergung und beim Erhalt ihrer Gräber leisten wir unseren Beitrag“.

Weiter brachte er zum Ausdruck, dass Deutschland inzwischen den Dialog zu Ländern pflegt, mit denen es früher verfeindet war. Kriegsgrabstätten seien für ihn nicht nur Mahnmale, sondern auch Denkmale – Orte, die zum Nachdenken anstoßen. Und zum Nachdenken angestoßen hatten Soldaten sowie die Ehrenamtlichen bei den Sammlungen für den Volksbund. Sie erklärten vor Friedhöfen oder von Haus zu Haus den Verwendungszweck. Anschließend erklärte der Geschäftsführer vom Bezirksverband, dass Frieden nichts Selbstverständliches geworden sei. Denn es stecke darin die Gefahr, dass das gemeinsame Miteinander nicht die notwendige Beachtung findet.

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„Daher haben wir es uns neben unserer Kernaufgabe, der Pflege der 832 Kriegsgrabstätten in 46 Ländern, noch zur Aufgabe gemacht, diese zu Lernorten der Geschichte zu entwickeln“, berichtete Klein. Dabei sei es wichtig, den heutigen und zukünftigen Generationen die Schicksale zu erzählen, die viel zu schnell durch Krieg und Gewaltherrschaft beendet wurden.

Anschließend führte der Redner zum Verwendungszweck der Sammlung aus, sich mit den Geldern für die Kriegsgräberfürsorge – übrigens als eine der ersten Bürgerinitiativen in unserem Staat 1919 gegründet – um eine würdige Ruhestätte aller Gefallenen zu kümmern. Die Dankeschönfeier sah Klein nicht nur als eine traditionelle Veranstaltung, bei der er Urkunden und Auszeichnungen an die fleißigsten Sammler verteilt hatte, sondern auch als Motivation für die nächste Sammlung.

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