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Mariensingen

12.05.2015

Eine Stunde Hörgenuss

Das Mariensingen am Sonntag in Baring: Die musikalische Andacht war von hoher Qualität und sorgte für eine innere Einkehr. Im Vordergrund der Männerchor aus Kaldorf bei Titting.
Bild: Volker Möller

Innere Einkehr in einer hektischen Zeit

Eine ältere Dame war sichtlich beeindruckt und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus: „Das war ja wunderbar, so erhaben, so andachtsvoll!” In der Tat: Was dieses Mal beim Mariensingen in der Kloster- und Wallfahrtskirche zum Heiligen Kreuz in Baring geboten wurde, war mehr als beeindruckend: Eine Stunde Hörgenuss mit regionalen Gruppen, bedächtige Worte von Pfarrer Leodegar Karg - für innere Einkehr war am Sonntag in einer hektischen Zeit, in der eine Veranstaltung die andere jagt, gesorgt.

Die Besucher in der vollen barocken Klosterkirche trafen visuell nicht nur auf die barocke Pracht, sondern akustisch auf musikbegeisterte Menschen, welche eine Volksfrömmigkeit zeigten, wie sie nur noch selten zu finden ist. Im Altarraum hatte ein Großteil der Musiker Platz genommen, im Vordergrund präsentierte sich der Kaldorfer Männerchor unter dem temperamentvollen und engagierten Dirigat von Konrad Kögler. Der Klangkörper aus Herren schon im gesetzten Alter überraschte im besten Sinne. Wunderbare Männerstimmen sorgten dafür, dass die Eichstätter Nachbarn zum vokalen Höhepunkt des späten Nachmittags wurden.

Dennoch: Auch die anderen Mitwirkenden standen in der Qualität nicht im Hintergrund. Erfreulich das Debüt von den beiden ehemaligen Ministrantinnen Evi und Maria an der Zither und am Hackbrett. Die beiden Krämer-Zwillinge aus dem Ort sollten sich in der Zukunft noch öfters mit ihren einfühlsamen Klängen präsentieren. Wunderbar waren die Auftritte des Buchdorfer Zwoagsangs. Erna Dirschinger und ihre bald 80-jährige, musikalisch wie auch physisch bestens aufgestellte Mutter Maria Eisenwinter sorgten wie immer mit ihren glockenreinen Stimmen für Begeisterung. Die veranstaltende Baringer Blaskapelle und die Jugend unter Johannes Speth bewiesen, welche Fortschritte sie in den vergangenen Jahren gemacht haben.

Ruhepunkt im Ganzen war freilich Ortspfarrer Leodegar Karg. Er begrüßte und sprach während der einzelnen Musikkomplexe verbindende Worte. Dabei dankte er vor allem dem Initiator des Mariensingens: Karl Speth war es nämlich, der vor einigen Jahren diese nicht mehr wegzudenkende Veranstaltung ins Leben gerufen hatte.

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