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Rennertshofen

14.06.2018

Eine rubinrote Rose für den Seniorenkreis

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3 Bilder
Bei Kaffee, Kuchen und einer Brotzeit sowie der Musik von Rudolf Braun genoss man den Festnachmittag.

Schon seit 40 Jahren werden in Rennertshofen regelmäßig Seniorentreffen organisiert. Das wurde jetzt gefeiert.

Ein rubinrotes Rosengesteck schmückte den Altar der Pfarrkirche, in der der Seniorenkreis am Donnerstag den Festgottesdienst zu seinem 40. Gründungsjubiläum zusammen mit Pfarrer Georg Guggemos und dem ehemaligen Rennertshofener Pfarrer Richard Rietz feierte. Die Farbe Rubin, so Guggemos in seiner Predigt, stehe eigentlich für ein 40. Ehejubiläum, sie symbolisiere aber auch die Liebe zu den Mitmenschen und das Herzblut, mit dem der Seniorenkreis für Rennertshofens Senioren seine segensreiche Arbeit verrichte. Als kleines Samenkorn sei vor 40 Jahren die Idee in die Pfarrei gelegt worden, viele Menschen hätten mit Engagement, Überzeugung und Liebe das Pflänzchen gepflegt, damit es wachse und den Seniorenkreis zu dem gemacht, was er heute ist.

Das betonte auch 2. Bürgermeister Alfred Ehrnstraßer bei der Feier im Markttreff: Seit vier Jahrzehnten könnten sich die Senioren auf das große ehrenamtliche Engagement des Seniorenkreises verlassen. Niemand, der in die Jahre gekommen sei, müsse zum alten Eisen gehören. „Gestalten Sie aktiv Ihr Leben. Bleiben Sie jung im Kopf und im Herzen“, ermunterte Ehrnstraßer die Senioren. Auch Ulrike Polleichtner, Seniorenbeauftragte des Marktes, überbrachte Glückwünsche. Die vier Jahrzehnte seien mit unzähligen schönen Veranstaltungen ausgefüllt gewesen. Es habe sehr viel Liebe und Zeit benötigt, um das auf die Beine zu stellen. Jetzt sei es an der Zeit für die Jüngeren, das Organisationsteam mit frischen Kräften zu verstärken, mahnte sie an.

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Im Marktreff weckte eine von der Vorsitzenden Anneluise Schneider zusammengestellte Bilderschau angenehme Erinnerungen an zahlreiche Veranstaltungen in den vergangenen 40 Jahren. Leider mussten die Senioren das Jubiläum ohne Anneluise Schneider feiern, weil sie erkrankt war. Bei Kaffee und Kuchen und einer kleinen Brotzeit ließen es sich die rund 70 Besucher gut gehen und genossen die Melodien, die Rudolf Braun auf seiner diatonischen Harmonika spielte.

Die Geschichte des Seniorenkreises geht genau betrachtet noch weiter als 40 Jahre zurück. Denn schon vor seinem offiziellen Anfang hatten sich in der Pfarrei einige Pfarrgemeinderatsmitglieder um die Senioren gekümmert. Adventsfeiern gehörten damals genauso wie Faschingsveranstaltungen dazu. So hatte Pfarrer Georg Riedmayr bereits 1975, also bereits drei Jahre vor der Gründung des Seniorenkreises, schon zu einem Altennachmittag am Unsinnigen Donnerstag eingeladen und zusammen mit Mesner Heinrich Stüllein und mit ein paar Jugendlichen und seinen Ministranten rund 150 Senioren unterhalten.

Offiziell beginnt die Historie des Seniorenkreises aber erst im Jahre 1978, als er von Hans und Anneliese Bittner gegründet wurde. Mit Seniorennachmittagen, Besuchen zu runden Geburtstagstagen, Töpferkursen, Seniorengymnastik, Ausflügen oder Konzertbesuchen hatte man schon ein ansehnliches Programm beisammen, erinnert sich Anneluise Bittner. Zusammen mit ihrem Mann habe sie im Pfarrheim die Garderobe betreut und so das Geld für die Geburtstagsgeschenke hereingebracht. Ab 1998 übernahm Dora Kugler den Vorsitz im Führungsteam. Ab 2007 folgte Emma Kraskewitz. Seit 2010 steht Anneluise Schneider an der Spitze des Gremiums, zu dem derzeit auch Loni Engelhard, Vroni Fürholzer, Rosemarie Kaufmann, Eugenie Kruck, Walburga Maillinger, Geni Polleichtner und Resi Stark zählen.

Grimms Märchen auf bayrisch

Fester Bestandteil des Jahresprogramms sind auch heute noch die monatlichen Treffen, bei denen der Kontakt zu Gleichaltrigen gepflegt wird und man sich auch mal „nur so zum Ratschen“ treffen kann. Für Abwechslung sorgen aber auch Vorträge zu verschiedensten Themen. Und wenn Arbeitskreisleiterin Anneluise Schneider mal zu bayrischen Geschichten und Gedichten greift und beispielsweise Toni Lauerers heitere Version von Grimms Märchen vorliest, sind ihre Zuhörer ganz Ohr und haben wie die Vorleserin ihre Freude an den zahlreichen Gags, die der Autor in die Märchen gepackt hat. Seit vielen Jahren gehören auch Krankenbesuche zum Service des Seniorenkreises, sei es im Krankenhaus oder zu Hause, sei es das Jahr über oder an besonderen Festen, wie Weihnachten oder Ostern. Alle zwei Jahre finden größere Ausflüge statt, die zum Beispiel schon zum Hundertwasserturm und einer Falkenschau nach Abensberg, ins Hopfenmuseum nach Wolnzach oder in das Kloster Sankt Walburg nach Eichstätt geführt haben.

Ein „Klassiker“ ist der Seniorenfasching, der schon immer für ein volles Haus sorgte und bei dem den Verantwortlichen nie die Themen ausgingen: Mal gab es die Ranzhofer Version von „Herzblatt“, mal eine „Hitparade“, mal traten die Macher des Seniorenkreises als stolze Mexikaner, mal als Marktfrauen, mal als Haremsdamen auf. Gesangseinlagen, Sketche und kurze Theaterstückchen, die auch schon von Hildegard Bircks oder Anneluise Schneider verfasst wurden, gehörten ebenso zum Seniorenfasching wie die originellen Auftritte der Pfarrer und das Tanzprogramm der Garden und Prinzenpaare der Fidelitas. Aus dem Jahresprogramm sind auch das Sommerfest, ein zünftiges Oktoberfest und eine besinnliche Adventfeier nicht wegzudenken.

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