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Neuburg

12.03.2019

Elektrofahrzeuge attraktiver machen

Parkplätze mit Ladestationen werden zwar immer mehr, doch nach wie vor stellen sich viele Fahrer von Elektrofahrzeugen die Frage: „Wo kann ich mein Auto laden?“
Bild: Bernhard Weizenegger

Die IHK arbeitet an einem Wohnortcluster der Region. Das soll Verkehrsströme zeigen. Auch eine kostengünstige Ladeinfrastruktur für E-Autos soll entstehen.

Die Pendler können ein Lied davon singen. Der Verkehr rund um und in Ingolstadt nimmt zu bestimmten Zeiten enorme Ausmaße an. Die IHK möchte nun Daten schaffen, mit denen dann, zusammen mit den Kommunen und Landkreisen, an einem Verkehrskonzept gearbeitet werden kann. Audi hat ein solches Cluster bereits für die Mitarbeiterströme in das Ingolstädter Werk erstellt. Nun sollen Daten anderer IHK-Mitgliedsunternehmen aufgenommen werden. Vorgestellt wurde das Wohnortcluster bei der gemeinsamen Sitzung der IHK-Regionalausschüsse am Montag.

Wann kommen wie viele Mitarbeiter von woher mit welchem Verkehrsmittel zur Arbeit und wieder nach Hause? Mit Antworten auf solche Fragen ließe sich so mancher Verkehrsengpass entschärfen. Die IHK-Geschäftsstelle in Ingolstadt will mit den Daten in den Rathäusern und Landratsämtern für die rechte Basis sorgen, um Verkehrskonzepte weiter zu entwickeln.

Die gemeinsame Sitzung der Regionalausschüsse Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt und Ingolstadt-Pfaffenhofen, durchgeführt bei der Audi Driving Experience in Neuburg, drehte sich rund um die Mobilität der Zukunft. Und die beginnt mit einem großen E wie Elektro. Korbinian Leitner, bei der IHK München und Oberbayern für das Thema Verkehrsinfrastruktur zuständig, brachte die Sitzungsteilnehmer zuerst einmal auf den aktuellen Stand, was man unter nachhaltiger Mobilität überhaupt versteht. Ökonomische und ökologische Verantwortung gegenüber Kunden und Mitarbeitern müssten sich ergänzen.

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Bei der Förderung der Elektromobilität gibt es Neuerungen

Jörg Rummel, ebenfalls Mitarbeiter der IHK München und Oberbayern und Experte für Steuerfragen, referierte über die aktuellen Änderungen zur Förderung der Elektromobilität. So kann der Bruttolistenpreis eines Elektro-Dienstfahrzeuges, das mit der Ein-Prozent-Regel besteuert wird, um die Hälfte reduziert werden. Aber auch beim öffentlichen Nahverkehr hilft der Staat bei der Steuer, indem er Jobtickets davon befreit.

Magnus Harlander vom IHK-Regionalausschuss München-Land hatte einige praktische Tipps für Unternehmer, wie sie die Elektromobilität ihrer Kunden und Mitarbeiter unterstützen könnten. Denn eine entscheidende Frage würden sich Fahrer von Elektrofahrzeugen immer noch stellen: Wo kann ich mein Fahrzeug wie schnell laden? Vor allem den Mitarbeitern müsse eine Möglichkeit zum Laden angeboten werden. Und dabei sei die Ladegeschwindigkeit gar nicht so wichtig. Denn deren Autos würden ja meist sehr lange auf dem Parkplatz stehen. Und um Abrechnungen und teure Eichprobleme der Ladestationen zu umgehen, sollte der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Strom einfach kostenlos überlassen.

Stefan Niemand stellte bei der IHK-Regionalausschusssitzung die Ladeinfrastruktur bei Audi vor. Der Automobilhersteller arbeitet nicht nur an einer ganzen Flotte von E-Fahrzeugen, sondern will Kunden und Mitarbeitern auch die entsprechenden Ladestationen zur Verfügung stellen. Der Leiter Elektrifizierung bei der Audi AG aber machte eines klar: Die Autohersteller können die Problematik der noch fehlenden Ladestationen nicht alleine lösen. Da seien der Staat, die Kommunen, aber auch Unternehmen, der Einzelhandel und viele mehr gefragt.

Die IHK-Geschäftsstelle Ingolstadt wird ihre Mitgliedsunternehmen um Mobilitätsdaten der Mitarbeiter bitten. Und damit könnte dann ein erster Schritt hin zu einer effektiven Verkehrsplanung in der Region getan werden. Anton Knapp, Landrat des Landkreises Eichstätt, bekundete auf jeden Fall schon einmal sein Interesse an den Daten.

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