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Karlshuld

12.04.2020

Eltern in Karlshuld  müssen im April nicht zahlen

Eltern müssen für die Kindertagesbetreuung in Karlshuld vorerst nichts bezahlen.
Bild: Symbolfoto Silvio Wyszengrad

Plus Der Gemeinderat Karlshuld setzt Gebühren für Kindertagesbetreuung vorerst aus. Was sonst noch beschlossen wurde.

Ausnahmsweise im Pfarrsaal tagte am Dienstag der Gemeinderat in Karlshuld – selbstverständlich mit dem nötigen Sicherheitsabstand. Dabei ging es neben einigen Bauanträgen unter anderem um die Frage, ob die Gebühren für die Kindertagesbetreuung für den Monat April und die kommenden Monate ausgesetzt werden sollen.

Bürgermeister Michael Lederer plädierte dafür, die Eltern durch die Beiträge nicht zusätzlich zu belasten, da viele in der aktuellen Lage sowieso von Kurzarbeit betroffen seien. Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig, die Beiträge für den April auszusetzen. Gleiches gilt für jeden weiteren Monat, in dem das Betretungsverbot für die Einrichtungen in Kraft ist. Der Beschluss gilt bis einschließlich Juli 2020. Monatlich kostet das die Gemeinde rund 15.000 Euro. „Neben dem finanziellen Aspekt wollen wir auch darüber hinaus versuchen, die Familie zu unterstützen“, sagte Michael Lederer. Daher ist das Personal der Kindertagesstätten angehalten, Eltern mit Tricks und Tipps für die Zeit zu Hause zu versorgen. Eine Aktion ist bereits erfolgreich angelaufen. So konnte Lederer am Mittwoch den ersten Schwung selbstgemalter Bilder und gebastelter Kunstwerke der Kinder aus Karlshuld an das Seniorenheim übergeben. Bis auf eine Notgruppe mit drei Kindern werden alle anderen von den Eltern zu Hause betreut.

Rathaus in Karlshuld bleibt vorerst geschlossen

Außerdem informierte Michael Lederer die Anwesenden über die aktuelle Lage bezüglich des Coronavirus. Das Rathaus bleibt bis auf Weiteres für den Personenverkehr geschlossen. In dringenden Fällen kann telefonisch ein Termin vereinbart werden. „Dann stehen dem Personal mobile Spuckschutzwände zur Verfügung“, so Lederer. Außerdem werde auch in der Verwaltung und im Rathaus Überstunden und Urlaub abgebaut. Lederer betonte in Zusammenhang mit dem Coronavirus, dass der Betrieb der Kläranlage und der Kanalisation sichergestellt sei. „Wir haben für beide Bereiche Personen als Backup, die im Krankheitsfall einspringen können“, sagte er.

Abseits vom allgegenwärtigen Thema Corona, stimmten die Mitglieder über einige Bauanträge ab. Während es für die überwiegende Zahl einstimmige Beschlüsse gab, wurde ein Bauvorhaben am Unteren Kanal mit großer Mehrheit (19:1) abgelehnt. Der Bauwerber plant dort den Bau eines Einfamilienhauses und den Anbau an eine bestehende Scheune in zweiter Reihe. Der Gemeinderat hatte das Vorhaben schon einmal abgelehnt. Beschlossen wurde noch ein Zuschuss für die Diakonie-Sozialstation Donaumooser Land in Höhe von 5300 Euro. Etwa 2700 Euro soll die neue Geschwindigkeitswarntafel an der Ingolstädter Straße kosten. Die Beschaffung beschloss der Rat ebenfalls einstimmig.

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