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04.07.2008

Energiepolitik für die Zukunft

Die steigenden Energiepreise sind auch für die Gemeinde Oberhausen ein Thema. Im Rahmen der Leader-in-Eler-Förderung möchte die Gemeinde einen Energienutzungsplan erstellen lassen, der der Kommune einen Überblick über die Energieversorgung im gesamten Gemeindebereich gibt. Ob Oberhausen den Zuschlag für die Förderung erhält, entscheidet sich am Montag im Lenkungsausschuss.

Den Energienutzungsplan soll dann die TU München erstellen. Dieser gibt Auskunft darüber, welche Energiepotenziale im Gemeindebereich vorhanden sind und wie man sie am besten nutzen kann. Privatleute, Gewerbetreibende und natürlich auch die Gemeinde können auf dem Plan dann ersehen, in welchen Bereichen beispielsweise Solarenergie oder Erdwärme sinnvoll eingesetzt werden kann.

Gleichzeitig wird auch der Istzustand von Energieverbrauch und -versorgung erfasst und analysiert. Das bedeutet, dass möglichst von allen Grundstücken Daten erhoben werden, die unter anderem Auskunft über den Gebäudezustand, Bausubstanz und Energieverbrauch geben. Hier ist die Kooperation der Bürger gefragt, denn je mehr Informationen die Mitarbeiter der TU bekommen, desto aussagekräftiger ist am Ende der Energienutzungsplan. In welchem Rahmen diese Daten erhoben werden, erfahren die Bürger bei einer Informationsveranstaltung, die im Vorfeld der Untersuchung stattfinden wird.

Rund 28 000 Euro kostet die Erstellung eines Energienutzungsplanes, 50 Prozent davon werden durch die Leader-in-Eler-Förderung bezuschusst. "Selbst wenn wir keine Fördermittel bekommen, würde ich diese Untersuchung befürworten. Das ist es wert", war die Meinung von Gemeinderat Hermann Steger.

Mit dem Energienutzungsplan ist es der Gemeinde möglich, eine langfristige Energiepolitik zu betreiben. "Diese Empfehlungen werden Grundlage für alle künftigen Entscheidungen im Bereich Energieversorgung sein", erklärte Bürgermeister Fridolin Gößl. Denn ähnlich einem Flächennutzungsplan zeigt der Energienutzungsplan, wie sich die Gemeinde die energetische Entwicklung in Zukunft vorstellt. Die Untersuchung der TU München dauert nach Einschätzung von Gößl knapp ein Jahr.

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