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Neuburg

02.01.2018

Ensemble del Arte startet mit Tschaikovsky

Ariel Zuckermann tritt am 13. Januar um 20 Uhr im Kongregationssaal in Neuburg auf. Damit startet die Ensemble-del-Arte-Reihe 2018.
Bild: Felix Broede

Dirigent Ariel Zuckermann steht am 13. Januar im Kongregationssaal auf der Bühne. Wo es Karten gibt.

Unter der lang etablierten Leitung des Dirigenten Ariel Zuckermanns fängt am Freitag, 13. Januar, das Neue Jahr 2018 für das Ensemble del Arte an – und zwar mit einer Hommage an den großen russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts, Peter Tschaikowsky.

Denkt man an seine „große“ Musik – die Ballette wie Schwanensee oder den Nussknacker, die Tondichtungen, die Opern oder die Sinfonien – könnte man annehmen, dass Kammermusik fernab von dem Komponisten lag. Doch mehrmals in seinem Leben widmete er sich Werken mit kleineren Besetzungen: Quartette, ein Klaviertrio und das Sextett „Souvenir de Florence“, das später für Kammerorchester umgeschrieben wurde. Typisch für Tschaikowsky ist die Großzügigkeit, mit der er seine innersten Gefühle dem Zuhörer anvertraut. Die Fülle der Orchestrierungen, der Reichtum der wunderschönen Melodien, die durchleuchtbaren Charakterdarstellungen und die schlichte strukturelle Vollkommenheit betonen zugleich Menschlichkeit und Meisterhaftigkeit.

„Ruf als sehr europäischer Russe“

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Anfang 1890 ging Peter Tschaikowsky für drei Monate nach Florenz, wo er seine ganze Energie für die Oper „Pique Dame“ einsetzte. Die Arbeit ging flott voran – die Oper war in nur 44 Tagen fertig. Unmittelbar im Anschluss an diese Arbeit skizzierte er die elegische Melodie „Souvenir de Florence“. Das erheiternde Werk hat sich einen Platz unter den beliebtesten Werken des Kammermusik-Repertoires für Streicher gesichert und dem Komponisten den Ruf als sehr europäischer Russe.

Auch wenn Anton Arensky unter Rimski-Korsakov studiert hatte, verdankt er seine tiefempfundene und sehr lyrische Musik seinem Mentor Tschaikowsky. Im langsamen Satz seines Streichquartett Nr. 2 Op. 35 aus dem Jahr 1894, würdigte er den kürzlich verstorbenen Tschaikowsky mit einer Reihe von Variationen, die auf einem Thema aus dessen Kinderlied „Eine Legende“ basieren. Bei der Premiere des Streichquartetts zeigte sich dieser Satz so beliebt, dass Arensky ihn im gleichen Jahr für Streichorchester umschrieb. Es ist seither sein beliebtestes Werk.

Der gefeierte georgische Komponist

Obwohl im Westen allgemein unbekannt, war Sulkhan Zinzadze ein gefeierter georgischer Komponist, der sein ganzes Leben unter dem sowjetischen Schirm lebte und der im Jahre 1991 verstarb, gerade als Georgien wieder unabhängig wurde. Er war Cellist des georgischen Staatsstreichquartetts. Seine Kompositionen für Streichquartett wurden als seine größten Erfolge und als angesehene Beiträge zur georgischen Musik betrachtet. Er schrieb viele Miniaturen, die den Kern der georgischen, baltischen und jüdischen Volkslieder festhalten. Sie verschmelzen uraltes Volksliedgut mit einer modernen, künstlerischen Individualität. (nr)

Das Konzert findet am 13. Januar 2018 um 20 Uhr im Kongregationssaal in Neuburg statt. Auf dem Programm stehen: Arensky, Variationen über ein Thema von Peter Tschaikowsky Op. 35a; Zinzadze, Zehn Miniaturen; Tschaikowsky, „Souvenir de Florence“ Op. 70. Karten sind erhältlich unter www.ensemble-del-arte.de, bei der Vorverkaufsstelle Stadtbücherei Neuburg (Telefon 08431/642392) oder ab 19 Uhr an der Abendkasse. Eine kurze Programmeinführung gibt es vor Ort ab 19.35 Uhr.

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