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02.01.2019

Erfolgreiches Jahr für die städtische Galerie

Die Kneipp-Ausstellung war sehr gut besucht.
Bild: Sayle/Stadtarchiv

Bilanz Die Ausstellungen in Rathausfletz und Fürstengang lockten 2018 mehr als 21000 Besucher an. Ein Wunsch bleibt

Neuburg Die Besucherzahlen bei den Ausstellungen im Rathausfletz und im Fürstengang waren 2018 rekordverdächtig: 21461 Menschen zählte das Neuburger Kulturamt inklusive Lebender Weihnachtswerkstatt. „So viele Besucher wie heuer hatten wir – soweit ich mich erinnern kann – noch nie“, sagt Kathrin Jacobs, Leiterin des Kulturamts. Zum Vergleich: 2017 waren lediglich 16000 Besucher ins Fletz gekommen – der Fürstengang war von „Fürstenmacht und wahrer Glaube“ belegt gewesen. Zwei Ausstellungen hatten es den Neuburgern 2018 besonders angetan.

Am meisten Besucher generierte wie üblich die Lebende Weihnachtswerkstatt: Trotz des schlechten Wetters am ersten Christkindlmarkt-Wochenende kamen bis zum Ende 14746 Personen, so die Kulturamtsleiterin. 2018 durften erstmals immer nur 200 Personen maximal im Raum sein. Jacobs: „Obwohl die Leute teilweise warten mussten, hatten sie Verständnis.“

Unter den klassischen Ausstellungen war Viktor Scheck mit „Landschaft 2.0“ am beliebtesten. An 17 Ausstellungstagen waren es 1603 Kunstinteressierte, wobei auch die lange Kulturnacht „Wort Klang Bild“ in diesen Zeitraum fiel. Am zweitbesten schnitt die erste Schau des Jahres ab, die Kneipp-Ausstellung des Kulturamts „Sana per Aquam“, mit 1174 Besuchern an 21 Tagen. Danach folgten die Jahresausstellung des Kunstkreises (907) und „60 Jahre Birdland“ (710). Insgesamt interessierten sich 6715 Menschen für die Ausstellungen.

Die Kulturamtsleiterin ist mit der Bilanz für 2018 zufrieden. Im Vergleich zu anderen, ähnlich gelagerten Galerien seien die Zahlen sehr gut, sagt sie. Jacobs erklärt sich das positive Ergebnis unter anderem dadurch, dass für die städtische Galerie kein Eintritt erhoben werde. „Die Leute können beim Spazierengehen einfach mal vorbeischauen oder zum Feierabend durch die Räume schlendern.“ Die Galerie sei außerdem ein Ort, um zur Ruhe zu kommen, findet Jacobs. Sie vergleicht die Neuburger Ein-Raum-Ausstellungen mit einer „Oase der Ruhe“ in einer Welt, die immer greller und lauter werde.

Dennoch hat die Kulturamtsleiterin einen Wunsch für das erst kürzlich angebrochene neue Jahr: ein Ansprechpartner im Landratsamt, der sich um die Kultur im Landkreis kümmert und gemeinsame Projekte der Kommunen koordiniert und vorantreibt. Dieser Bereich sei in der jüngeren Vergangenheit im Landratsamt vernachlässigt worden. Vom zukünftigen Landrat, der am 20. Januar gewählt wird, erhofft sich Jacobs in dieser Hinsicht wieder mehr Engagement. „Wir brauchen wieder eine starke Stimme für die Kultur.“

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