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Zaubertage

21.11.2011

Ertappt! Nein, der Magier ist immer einen Schritt voraus

Sven Catello sorgt bei den Kindern für große Augen

Neuburg Ins Kinderzauberland entführten gestern Nachmittag Sven Catello und seine Kollegen von der Gruppe „Zauberpack“ aus der Schweiz das junge Publikum ab vier Jahren im Neuburger Stadttheater. Catello, der Organisator der Ingolstädter Zaubertage, verstand es von Beginn an, seine jungen Zuschauer in den Bann zu ziehen und eine magische Atmosphäre zu schaffen, in der die Kinder voll integriert waren. Mitmachen war angesagt und die Kinder waren Feuer und Flamme auf der Bühne bei den Zauberkunststücken zu helfen.

Am Anfang braucht es natürlich erst einmal die richtigen Utensilien: Zauberstab, Zauberbuch und natürlich das berühmte Zauberwasser. Dieses wurde immer mal wieder aus einem braunen Krug in einen Topf geschüttet – der Krug wurde, wie durch Zauberei, nie leer.

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Staunen, große Augen und schiere Begeisterung der Kinder waren das Kompliment an die Magier. Catello verstand es mit Fantasie, Geschick und einer ausgefeilten Zauberkunst sein junges Publikum zu regelrechten Begeisterungsrufen zu animieren. Zaubersprüche murmeln und lauthals mitlachen – alles war erlaubt. Geschlossene Eisenringe verschoben sich ineinander und wurden getrennt. Die Zauberei an sich ist eine Kunstform für Erwachsene. Diese Kunst einem jungen Publikum zu vermitteln, ohne dass es langweilig oder übertrieben komisch wird, ist eine beachtenswerte Fähigkeit der Künstler auf der Bühne. Catello präsentierte eine extra auf Mädchen und Buben abgestimmte Show mit einer vollen Trickkiste – eine einstündige Gala der Illusionen voller Staunen und Lachen. Karten „wanderten“ wie von Zauberhand über den Ersten Rang zurück auf die andere Seite der Bühne. „Die Karten sind unsichtbar - aber man kann sie dennoch werfen und fangen“, sagte Catello, der es geschickt verstand, den gesamten Zuschauerraum für seine Zauberstücke einzubinden. „Man muss daran glauben und es sich richtig vorstellen“, lautete seine Botschaft.

Was macht diese Faszination, diesen Reiz, ja diese Magie der Zaubervorstellung aus: die Interaktion mit dem jungen, neugierigen Publikum, das sehr genau mit den leuchtenden Augen verfolgte, wenn das rote Tuch zwischen Hand, Beutel und wieder raus und wer-weiß-wo hin und her wandert.

Kinder sind dabei sehr ehrlich und sagen auch laut ihre Meinung. Und genau deshalb ist wohl auch dieses Publikum nur etwas für Könner der Zauberei. Auch wenn die begeisterten Kinder zuschauen und glauben, ein Stückchen klüger gewesen zu sein und den Zauberer ertappt zu haben – irgendwie ist der Magier auf der Bühne immer einen Schritt weiter und weiß das große Staunen des Publikums noch zu steigern. Wenn zum Beispiel die Cola-Glasflasche in die Papiertüte verwindet, die anschließend zerknüllt wird. Kunst und Komik vermischen sich mit unerklärbarer Magie. Stille, zauberhafte Geschichten wurden auf der Bühne erzählt – ohne viele Worte, aber mit viel Kunst und Magie.

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