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24.10.2009

Eurocopter will 200 Millionen einsparen

Donauwörth (wwi) - Der Hubschrauber- und Flugzeugteile-Hersteller Eurocopter will mit einem konzernweiten Sparplan die Kosten jährlich um etwa 200 Millionen Euro drücken. In einer Presseerklärung informierte das Unternehmen offiziell über das Programm, dessen Grundzüge Eurocopter-Präsident Lutz Bertling bereits im Juli der Belegschaft im Donauwörther Werk darlegte.

Weniger neue Aufträge

Hintergrund für das Projekt namens "SHAPE": Die Firma verzeichnet angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise heuer wesentlich weniger Auftragseingänge und die Zahl der Stornierungen hat deutlich zugenommen. Deshalb sieht sich der Konzern trotz eines milliardenschweren Auftragspolsters zum Handeln gezwungen. "Um die Krise zu überstehen, muss Eurocopter kurzfristig Mittel einsparen", heißt es in der Stellungnahme.

Von personellen Konsequenzen - sprich dem befürchteten Abbau von Leiharbeitern im großen Stil - ist in dem Schreiben nicht die Rede. In diesem Punkt sei noch keine Entscheidung gefallen, so eine Konzernsprecherin gegenüber unserer Zeitung: "Da laufen noch die Diskussionen."

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Um Kosten zu sparen, möchte das Unternehmen jetzt in bestimmten Bereichen den Rotstift ansetzen. Auf Anfrage erklärte Eurocopter Ende Juli, Geld könne zum Beispiel bei Reisekosten, Beraterleistungen und Investitionen gespart werden. Die Firma will auch die Rentabilität erhöhen. Es sei daran gedacht, die Durchlaufzeiten zu verringern und die Organisation zu verbessern. Weitere Maßnahmen seien der Abbau von Lagerbeständen und eine "Optimierung des Ressourceneinsatzes". Die helfe Mitarbeitern, sich neu zu orientieren und neue Aufgaben zu übernehmen.

"SHAPE" sei viel mehr als ein einfaches Sparprogramm, so Bertling. Für Zukunftsinvestitionen sollen auf jeden Fall die nötigen Mittel bereitgestellt werden: "Innovationen, Forschung und Entwicklung sind in unserer Branche unerlässlich." 2008 habe die Firma ihre Investitionen für diese Bereiche um 40 Prozent aufgestockt, 2009 seien es nochmals 25 Prozent. Auch in schweren Zeiten würden die Entwicklungsbudgets für neue Produkte und Dienstleistungen weiter erhöht.

Obwohl die Krise weitreichend und ernst sei, zeigt sich der Manager fest überzeugt: "Wenn jeder einzelne Mitarbeiter mit anpackt, wird Eurocopter weiterhin erfolgreich wachsen."

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der deutsch-französisch-spanische Konzern einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro.

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