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Ingolstadt

05.12.2018

Explodiertes Haus in Ingolstadt wird abgestützt

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Am Mittwochvormittag ist ein großer Kran vor dem explodierten Haus im Ingolstädter Westviertel aufgebaut. Das THW ist damit beschäftigt, das einsturzgefährdete Gebäude zu sichern. 
Bild: Stefan Küpper

Am Dienstagmittag war es zu einer heftigen Detonation im Westviertel von Ingolstadt gekommen. Am Mittwoch sichert das THW das einsturzgefährdete Haus. 

Nach der Explosion eines Einfamilienhauses im Ingolstädter Westviertel ist das Technische Hilfswerk (THW) am Mittwochvormittag damit beschäftigt, das Haus und die Unglückstelle zu sichern. Zu diesem Zweck wurde ein großer Kran vor dem Haus ausgefahren. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord mitteilte, können die Brandfahnder der Kripo Ingolstadt das vom Einsturz gefährdete Haus nach wie vor nicht betreten.

Gas war im Westviertel von Ingolstadt ausgeströmt

Am Dienstag hatte es um 12.30 Uhr im Winklermühlweg von Ingolstadt eine Gasexplosion gegeben. Laut Kripo soll ein Baggerfahrer zuvor bei Bauarbeiten ein Gasleitung beschädigt haben. Das Gas strömte danach aus einem Rohr in den Keller des Gebäudes. Noch während die herbeigerufenen Feuerwehrleute damit beschäftigt waren, die Gefahr zu beheben, war es zur Detonation gekommen. Was genau diese auslöste, ist den weiteren Angaben der Polizei zufolge noch unklar.

Fünf Feuerwehrleute waren verletzt worden, einer von ihnen schwer. Drei der verletzten Feuerwehrmänner befanden sich nach Angaben des städtischen Amtes für Brand- und Katastrophenschutzwährend während der Explosion „im Nahbereich des Hauses“. Einer sei verschüttet worden und musste geborgen werden, zwei waren von herumfliegenden Trümmerteilen getroffen worden. Teilweise konnten sie das Krankenhaus schon wieder verlassen. Ein Feuerwehrmann musste in eine Klinik nach München geflogen werden.

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Nach dem Einsatz war allen beteiligten Einsatzkräften noch am Dienstagabend in der Feuerwache ein sogenanntes „Defusing“ angeboten. Dabei handelt es sich um ein Angebot zur Reflexion und Stressbewältigung nach belastenden Ereignissen.

„Als Feuerwehrmann weiß man natürlich, dass dieser Beruf oder dieses Ehrenamt immer ein gewisses Risiko mit sich bringt. Durch ständiges Training, gute Ausrüstung und manchmal das nötige Glück kann man sehr viel dafür tun, um immer gesund vom Einsatz zurückzukehren. Gestern reichte das alles leider nicht und die Kollegen wurden in eine Lage gebracht, die sich keiner wünscht. Man kann aber jetzt schon sagen, dass die Versorgung der Kollegen optimal gelaufen ist. Angefangen mit der Erstversorgung, dem Transport in die Krankhäuser und auch die innerklinische Behandlung unserer Kräfte. Wir alle hoffen auf baldige Genesung und auf eine schnelle Rückkehr in den Wachalltag“, erklärt Thomas Schimmer, Pressesprecher der Berufsfeuerwehr Ingolstadt.

Explodiertes Haus: Sachschaden von über einer Millionen Euro

Der Sachschaden an dem explodierten Haus wird auf über eine Millionen Euro beziffert. Die Ermittlungen laufen (kuepp)

In Ingolstadt ist am Dienstagmittag ein Wohnhaus explodiert. Polizeisprecher Andreas Aichele erklärt, was bisher zur Explosionsursache bekannt ist und wie es vor Ort nun weitergeht.
Video: Stefan Küpper
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