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Polizei

22.06.2017

Fahrraddieben auf der Spur

Immer mehr Räder werden in Ingolstadt gestohlen.
Bild: fotolia/Rainer Fuhrmann

Eine Ermittlungsgruppe fahndet nun verstärkt. Auf was Besitzer achten sollten

Sommerzeit ist auch die Zeit der Fahrraddiebe. Um dem entgegenzusteuern, hat die Ingolstädter Polizei zum 1. Mai die „Ermittlungsgruppe Zweirad“ mit fünf Beamten ins Leben gerufen, die den Dieben das Leben schwer machen soll.

Die Polizisten beschäftigen sich ausschließlich mit Fahrrad- und Motorraddiebstählen. Durch Kontrollen, aber auch durch Präventionsmaßnahmen, soll nach Auskunft der Polizei die Zahl der Diebstähle gesenkt und die Aufklärungsquote gesteigert werden. Und es gibt bereits erste Erfolge.

So wurden im Mai insgesamt neun gestohlene Fahrräder sichergestellt und den rechtmäßigen Eigentümern wieder zurückgegeben. Zudem klärten die Beamten einen Diebstahl, der keiner war. Stattdessen entpuppte sich die Geschichte als Versicherungsbetrug.

Des Weiteren konnte ein Fall von Versicherungsmissbrauch geklärt werden. In diesem hatte den weiteren Angaben der Polizei zufolge ein 48-jähriger Ingolstädter den Diebstahl seines hochwertigen Rennrads vorgetäuscht, um an Geld von der Versicherung zu kommen.

Auffällig ist zudem: Die Diebe haben es immer häufiger auf Akkus von hochwertigen E-Bikes abgesehen. Die Polizei weist darauf hin: Wie die Räder selbst haben auch die Akkus eine Individualnummer. Nur mit dieser Nummer kann der ursprüngliche Eigentümer ermittelt werden. Darum sollten sich Besitzer Rahmen- und Akkunummern stets selbst notieren, da von einigen Firmen auf der Rechnung lediglich eigens vergebene Nummern wie etwa Safecodes vermerkt werden. Wenn das Rad weg ist, braucht man für eine Anzeige diese Nummer und zum Beispiel Fotos oder die Gebrauchsanweisung des Radls.

Ein weiterer Tipp der Polizei: Es hilft, sich beim Kauf von gebrauchten Rädern, beispielsweise über Ebay oder auf dem Flohmarkt, den Namen und die Anschrift des Verkäufers zu notieren. Sollte sich im Nachhinein herausstellen, dass es sich bei dem vermeintlichen Schnäppchen um Diebesgut handelt, hat man als Käufer einen Nachweis und gerät nicht selbst ins Visier der Ermittler.

Dass es die Ermittlungsgruppe sehr zu recht gibt, zeigt eine aktuelle Polizeimeldung von gestern: In der Ingolstädter Tonsorstraße wurden am Dienstag zwei Raddiebe auf frischer Tat ertappt. Sie waren gerade mit einem Seitenschneider am Werk gewesen. Die Polizei kam rechtzeitig. (nr)

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