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27.11.2018

Fair gehandelt?

Wie erkenne ich, dass meine Kleidung unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wurde? Und dass ordentliche Löhne dafür bezahlt wurden? Ein Infoabend soll Klarheit schaffen

Wie erkenne ich „fair“? Woher bekomme ich „fair“? Woher weiß man, dass ein Produkt, fair hergestellt und fair gehandelt wurde? Was muss ich über Fairtrade wissen?

Wer Antworten auf diese Fragen möchte, kann sich bei einem Infoabend über fair hergestellte und gehandelte Kleidung diesen Freitag schlau machen. Die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Ingolstadt und der Weltladen Ingolstadt e.V. haben ihn organisiert.

Worum geht es? Fairer Handel und faire Produktion sind zwei Begriffe, die immer mehr in den öffentlichen und privaten Diskussionen zu hören sind. Grundsätzlich geht es dabei darum, dass bei der Produktion und dem Handel von Waren die Menschenrechte sowie Mindeststandards in sozialer und ökologischer Hinsicht eingehalten werden. Kinderarbeit, sklavenähnliche Beschäftigungsverhältnisse, menschenunwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen, gesundheits- und lebensbedrohende Produktionsmethoden sollen verhindert werden. Die Menschen, die die Waren produzieren, die wir kaufen, sollen einen Lohn erhalten, der es ihnen ermöglicht, wenigstens die lebensnotwendigen Dinge mit ihrer Arbeit zu bezahlen, sei es Nahrung oder Wohnung.

Besondere Bedeutung haben daher die Verbraucher. Sie entscheiden letztlich, welche Waren sie kaufen oder auch nicht. Während im Lebensmittelbereich in den letzten Jahren bereits hohe Zunahmen beim Absatz fairer Waren (zum Beispiel Kaffee, Tee, Schokolade und Bananen) zu verzeichnen waren, gibt es andere Warengruppen, bei denen der Fairtrade-Gedanke noch nicht so verbreitet ist, wie Fairtrade-Town Ingolstadt mitteilt. Gerade aber bei der Produktion von Kleidung herrschten „teilweise erschreckende und menschenunwürdige Zustände“.

Es geht also am Freitag darum: Wie wird unsere Kleidung produziert? Und welche Folgen hat das für die unsere Kleidung herstellenden Menschen und die Umwelt? Was bedeutet denn faire Kleidung? Was unterscheidet sie wirklich von der herkömmlich hergestellten Kleidung? Referent ist Constantin Kuhn vom Bund Naturschutz. Er beschäftigt sich seit längerer Zeit mit dem Thema faire Kleidung und hält oft Vorträge dazu.

Und wie erkennen die Verbraucher faire Kleidung? Darüber spricht Helmut Schels, Vorsitzender der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town und Mitarbeiter im Hauptamt der Stadt Ingolstadt. Er gibt einen kurzen Überblick über soziale und ökologische Siegel. Was bedeuten sie, was wird mit bestimmten Siegeln oder Labeln dokumentiert und wie vertrauenswürdig sind diese?

Der Infoabend ist in den Räumen der Evangelischen Jugend Ingolstadt, (Schrannenstraße 5, Hofeingang links von der Kirche St. Matthäus). Beginn ist um 19 Uhr. (nr)

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